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Bieterrennen
Apple und Dell bieten für die Chips von Toshiba

Toshiba: Der Konzern hat seine Chip-Sparte ins Schaufenster gestellt. Keystone

Apple, Dell und Foxconn möchten gemeinsam die Chip-Sparte von Toshiba kaufen. Weitere bekannte US-Techkonzerne könnten auch bald zu den Interessenten gehören.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Die US-Technologieriesen Apple und Dell steigen in den Bieterkampf um die Chip-Sparte des angeschlagenen japanischen Konzerns Toshiba ein. Der iPhone-Hersteller und der Computerkonzern sind wie das Unternehmen Kingston Technology Teil des vom taiwanischen Elektronik-Hersteller Foxconn geführten Konsortiums.

«Ich kann ihnen sagen, dass Apple sicher dabei ist», sagte Foxconn-Gründer und -Chef Terry Gou am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Online-Händler Amazon stehe ebenfalls kurz davor, mit an Bord zu kommen. Zudem sei man in Gesprächen mit Google, Microsoft und Cisco Systems, sagte Gou. Er äusserte sich nicht über die Höhe der Offerte für die Toshiba-Sparte oder den Anteil der US-Firmen.

Cook hat sein Ok gegeben

Apple-Chef Tim Cook und Spitzen-Gremien des Konzerns hätten die Teilnahme an dem Gebot abgesegnet, sagte Gou. Der Apple-Zulieferer Foxconn und seine japanische Tochter Sharp würden zusammen nicht mehr als 40 Prozent an der Chipsparte halten. Von den von Gou genannten US-Firmen war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Sharp lehnte eine Stellungnahme ab.

Um die Toshiba-Chipsparte bewerben sich ebenfalls der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix und der US-Konzern Western Digital. In der engeren Wahl ist Insidern zufolge auch ein Konsortium um den US-Chipkonzern Broadcom und den Finanzinvestor Silver Lake.  Bis Donnerstag müssen Angebote eingehen, wie Reuters jüngst von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr. Dann wolle sich Toshiba auf einen bevorzugten Bieter festlegen.

Toshiba muss sich sanieren

Toshiba will mit dem Deal mindestens die Marke von zwei Billionen Yen (gut 17,5 Milliarden Franken) knacken und hofft durch den Verkauf der Sparte auf einen Befreiungsschlag. Die Japaner mussten zuletzt ihre kriselnde US-Kraftwerkstochter Westinghouse in die Insolvenz schicken, um die eigene Zukunft zu sichern.

(sda/mbü/cfr)

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