Thomas Schmidheiny, der Hauptaktionär und VR-Vizepräsident der Grand Resort Bad Ragaz AG, kennt dank seiner reichen beruflichen Erfahrung die schönsten Board Rooms der Schweiz. Nur logisch, dass auch das wichtigste Sitzungszimmer in Bad Ragaz, jenes also für Schmidheinys «Heimspiel», technisch wie gestalterisch zu den Top 5 unseres Landes zählt. Nur das Beste, entsprechend der Zielsetzung der Neupositionierung des Resort, war gut genug, gespart wurde nicht, schon gar nicht beim beeindruckenden Sitzungstisch.

12 der gesamthaft in den letzten 18 Monaten für die Neuausrichtung des Resort investierten 160 Mio Fr. flossen in den Umbau des ehemaligen, historisch wertvollen Kursaals zu einem topmodernen Business- und Event-Center. Und nicht von ungefähr brachte es die Bauplanung mit sich, dass die Umgestaltung des Kursaals als erste Etappe abgeschlossen werden konnte. Denn Seminare und Kongresse sind und bleiben ein wichtiges Standbein in Bad Ragaz, heute aber verstärkt in engstem Zusammenspiel mit der auf die Philosophie «Quelle des Seins» ausgerichtete Gastfreundschaft.

Peter Zschirky, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Grand Resort Bad Ragaz, will die vorherrschenden Wünsche nach lebenslanger Gesunderhaltung, nach Vitalität, Wohlgefühl und Entspannung kombinieren mit den Ansprüchen der beruflichen Selbstverwirklichung: «Ob business- oder privat motiviert, wollen wir jedem Gast ein erstklassiges Umfeld und Genuss in auserwählter Atmosphäre bieten. Oder umgelegt auf die Bedürfnisse der Manager von heute: Arbeit darf - hin und wieder - auch Spass machen.

Anzeige

Im Schnitt zehn Anlässe pro Tag

Um die 3000 Veranstaltungen, von der intimen Familienfeier bis zum resorteigenen Neujahrsball, stehen im Bad Ragazer Jahreskalender, Firmenevents gehören ebenso dazu wie «Brainstorm hunt»-Meetings in einer nahen Jagdhütte (mit Jägern) oder die Incentives-Höhepunkte Sushi-Kochkurs, Weinkellerführung oder Einblick in die Welt der Glücksspiele im hauseigenen Casino. Die Breite des Angebots mit Schwergewicht Erholung, Gesundheit und Sport (eigener Golfplatz) macht das Resort zwischen Zürich und Chur zu einer echten Trouvaille. Tschirky: «Gelobt werden zudem auch die sorgfältig durchdachte Infrastruktur sowie die architektonische Symbiose von traditionellem Kursaal und moderner Technik». Und wer soll damit angesprochen werden? Tschirkys Kurzantwort: «Wer vieles in der Welt bewegen will oder bereits etwas zu feiern hat.»

 

 

NACHGEFRAGT Curdin Luppi, Leiter Events und Bankette, Grand Hotel Resort Bad Ragaz, Bad Ragaz


«Bei den Buchungen im Vorjahresvergleich zugelegt»

Wie wirkt sich die momentane Wirtschaftssituation auf die Buchungen in den Sparten Business und Events aus?

Curdin Luppi: Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir bis dato keinen Buchungsrückgang im Bereich Kongresse und Tagungen haben hinnehmen müssen. Es freut uns, dass wir gerade in diesem Bereich im Vergleich zu den Vorjahren - zugelegt haben. Auch der Buchungsstand der verbleibenden vier Monate 2009 ist durchwegs positiv.

Stimmt die Feststellung, dass zwar nach wie vor getagt wird, dass aber die Veranstaltungen von kürzerer Dauer sind.

Luppi: Grundsätzlich spürt man dass die Veranstaltungen sich stärker auf das Kernthema konzentrieren. Die zur Verfügung stehende Zeit wird demzufolge optimaler ausgeschöpft. Incentive-Programme und Kurzrahmenprogramme werden vermehrt gestrichen. Allerdings kann man nicht generell sagen, dass die Veranstaltungen dadurch erheblich kürzer geworden sind. Vergleicht man nämlich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Businessgastes im Jahr 2008 mit dem 2009, so ist der Wert sogar leicht zunehmend.

Was sind aus Ihrer Optik die grundsätzlichen Tendenzen im Seminar- und Kongressbereich?

Luppi: Als Erstes ist stark spürbar, dass die entsprechenden Buchungen sehr kurzfristig kommen. Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass auch Tagungen mit über 50 Personen erst eine Woche vor der Durchführung gebucht werden. Dieser Trend wird in den kommenden Monaten anhalten. Dadurch sind genauere Prognosen eher schwierig geworden.

Und wie sieht die künftige Programmgestaltung aus?

Luppi: Tendenziell werden die Meetings und Tagungen innovativer und die Programme kompakter. Auf nicht absolut notwendige Punkte wird man wohl auch noch in den kommenden Monaten verzichten. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Gesamtanzahl der Veranstaltungen steigen wird. Kommunikation, Teambulding, Aus- und Weiterbildung wie auch Verkaufsveranstaltungen sind in der heutigen Zeit wichtig. Trotzdem werden die Anforderungen an die Durchführungsorte und -betriebe steigen. Der Verkauf «ab Stange» wird nicht mehr möglich sein. Die Veranstalter erwarten Kundennähe, Flexibilität und ein grosses Mass an Verständnis und Unterstützung bei ihren Projekten.