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Krise
Auch Alno Schweiz droht die Insolvenz

Alno: Kämpft seit dem Börsengang 1995 mit Problemen. Keystone

Nun droht auch der Schweizer Tochter des deutschen Küchenherstellers Alno die Pleite: Alno (Schweiz) hat einen Antrag auf provisorische Nachlassstundung gestellt.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Die Pleite des deutschen Küchenherstellers Alno zieht immer weitere Kreise. Nun stellt auch Alno (Schweiz) einen Antrag auf provisorische Nachlassstundung. Denn es droht die Insolvenz.

Mit der Nachlassstundung würden Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von Alno (Schweiz) eine Sanierung der Firma beabsichtigen, hiess es in einem Communiqué vom Donnerstagnachmittag. Man habe den Antrag beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland in Biel eingereicht.

45 Mitarbeiter

Alno (Schweiz) ist eine Tochter des deutschen Alno-Konzerns und zählt rund 45 Mitarbeiter. Die Firma ist für den Vertrieb von Alno-Küchen in der Schweiz zuständig und hat sechs eigene Läden in Zürich, Wallisellen ZH, Meilen ZH, Reinach BL, Ebikon LU und Biel.

Der bereits seit Jahren in der Krise steckende deutsche Alno-Konzern hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Verhandlungen mit potenziellen Investoren und Gläubigern gescheitert waren. Derzeit hat ein Insolvenzverwalter das Sagen beim zweitgrössten deutschen Küchenbauer.

Fast jedes Jahr Verluste

Bereits seit Anfang August befindet sich die Schweizer Tochter Bruno Piatti in der provisorischen Nachlassstundung. Das Tagesgeschäft soll unter der Leitung des Sachwalters möglichst unverändert weiterlaufen.

Alno kämpft seit dem Börsengang 1995 mit Problemen - bis auf wenige Ausnahmen gab es jedes Jahr Verluste. 2016 stand unter dem Strich ein Minus von 67,2 Millionen Euro - nach einem Verlust von 4,3 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz fiel von gut 521 Millionen auf 493 Millionen Euro. Nach einem Stellenabbau zählt die Alno-Gruppe noch 1860 Mitarbeiter.

(sda/cfr)

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