Die Axa Bank stellt ihre Tätigkeit im kommenden Jahr ein. Der Versicherer Axa Winterthur will künftig mit der Bank Zweiplus zusammenarbeiten. Betroffen sind 32'000 Kunden mit insgesamt 600 Millionen Franken Kundenvermögen sowie 44 Angestellte.

Die Bank Zweiplus übernimmt einen Teil des Personals, wie Axa Winterthur mitteilte. Weitere Mitarbeiter erhielten Stellenangebote innerhalb der Versicherung. Es werde aber auch zu «einzelnen Freistellungen» kommen.

Ziel der Axa Bank war es unter anderem, Versicherungskunden dazu zu bringen, Geld aus auslaufenden Lebensversicherungen in Bankprodukte zu investieren. Die 2009 gegründete Direktbank könne ihre ökonomischen Ziele aber wegen des wirtschaftlichen Umfeldes und der verschärften Regulierung mittelfristig nicht erreichen, hielt Axa Winterthur fest.

Mit der Zusammenarbeit mit der Bank Zweiplus erhofft sich Axa Winterthur, Spar- und Anlageprodukte günstiger vertreiben und das Geschäft damit rascher ausbauen zu können. An der Vermittlung von Bankprodukten über den Versicherungskanal (Assurbanking) will das Unternehmen aber festhalten, wie sich Urs Widmer, Chef der Axa Bank, im Communiqué zitieren liess.

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Die Kundenvermögen in der Höhe von 600 Millionen Franken werden auf den 1. Januar auf die Bank Zweiplus übertragen. Die 32'000 Kunden sollen in den kommenden Tagen über die Übertragung ihrer Konten informiert werden. Die Bank Zweiplus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Basler Bank Sarasin und der Falcon Private Bank in Zürich.

(tno/rcv/sda)