Martin Strobel, Konzernchef der Bâloise, hält den Versicherer für stark genug, um selbständig zu bleiben. Und das Ziel sei es, die Dividende weiter zu erhöhen, wie er im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» erklärte.

«Wir trimmen alle Geschäftsteile auf Rentabilität», so Strobel in dem Gespräch. Der daraus gemehrte Geldfluss habe es erlaubt, die Dividende in mehreren Schritten zu steigern. «Weitere Erhöhungen sind immer dann angestrebt, wenn wir überzeugt sind, das neue Ausschüttungsniveau mit grosser Sicherheit halten oder gar noch weiter steigern zu können», so der im nächsten Frühjahr scheidende Bâloise-Chef.

Zurück in kleinere Firmen

Strobel hat bei der Bâloise sein Job per Ende April 2016 gekündigt. «Nach siebzehn Jahren Baloise, davon sieben Jahre als CEO der Gruppe, ist es Zeit für eine Veränderung», erklärt sich dieser. Er werde «mit Sicherheit» nicht eine andere operative Führungsfunktion in der Assekuranz anstreben. Auch die Mitwirkung im Verwaltungsrat grosser Unternehmen stehe nicht im Vordergrund, könnte Strobel zufolge aber eine Ergänzung sein.

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Er wolle vielmehr wieder in kleineren, flexiblen Unternehmen einen persönlichen, unmittelbaren und prägenden Einfluss nehmen, meint Strobel. So reize ihn etwa, etwas im Stil von Private Equity zu unternehmen.

(awp/chb)