Die Bandbreite ist gross: Berufseinsteiger unter 20 Jahren verdienen bei Banken rund 5'000 Franken im Monat. Ohne Kaderfunktion kann ein Bankangestellter bis zur Pensionierung mit rund 7'400 Franken entlohnt werden. Kommt Verantwortung hinzu, verdient etwa ein Gruppenleiter zwischen rund 7'100 und 9'800 Franken.

Im Kader kann der Monatslohn bis auf 12'000 Franken steigen. Im oberen Kader und der Geschäftsleitung werden Manager mindestens mit 11'000 Franken entlöhnt, sofern sie es schon in den Zwanzigern in eine solche Position schaffen. Über 50-Jährige Top-Manager verdienen rund 20'000 Franken im Monat. 

Theorie und Praxis

So zumindest sieht es statistisch aus: Das «Lohnbuch Schweiz 2019», herausgegeben vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, wertet Lohnempfehlungen und Mindestlöhne in der gesamten Schweiz aus. Die Daten bilden zwar nicht die tatsächlich gezahlten Löhne ab, aber sie zeigen, welche Jobs in etwa wie gut bezahlt werden.

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In der Praxis gehören die Bankenchefs zu den Spitzenverdienern unter den Schweizer CEOs. UBS-Chef Sergio Ermotti ist mit 14,1 Millionen Franken im Jahr weiterhin die Nummer eins, gefolgt vom CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, mit 12,7 Millionen. Julius-Bär-Chef Bernhard Hodler erhielt 2018 über 4,8 Millionen Franken.

Die beiden grössten Banken zahlten ihre Geschäftsleitungen 2018 insgesamt besser als im Vorjahr. Bei der CS wurde die 12 Top-Manager mit insgesamt 93,5 Millionen Franken entschädigt – 2017 waren es noch knapp 70 Millionen. Bei der UBS verdiente das Top-Management mit 100,8 Millionen Franken insgesamt sogar noch mehr.

Sie heissen «Key Risk Takers»

Die UBS zahlt auch ihre wichtigen Mitarbeiter – die sogenannten «Key Risk Takers mit durchschnittlich 1,85 Millionen Franken sehr gut. Die CS lässt sich diese Manager in Schlüsselpositionen etwa 1,5 Millionen kosten.

Die Frage ist nun: Was hat dies mit den durchschnittlichen Branchenlöhnen für obere Kader zu tun? Die Erhebungen des «Lohnbuchs» deuten ein riesiges Lohngefälle innerhalb der Branche an, insbesondere bei den Grossbanken. 

Wo Versicherer besser bezahlen

In der Versicherungsbranche ist das Lohnniveau insgesamt ähnlich wie in der Bankenbranche. Einziger Unterschied: Versicherungsangestellte verdienen bis auf die Kaderstufe leicht mehr als Bankangestellte. Das Plus reicht von 30 Franken mehr beim Berufseinstieg bis rund 800 Franken pro Monat mehr für einen über 50-jährigen Kadermitarbeiter einer Versicherung.

Dann aber holen die Banker auf – ab dem oberen Kader. Konkret: Bei Versicherungen verdienen durchschnittliche Top-Manager ab 50 Jahren laut dem «Lohnbuch» knapp 20'000 Franken im Monat; bei den Banken sind es etwa 1000 Franken mehr. 

Aber bekanntlich gibt es auch in der Versicherungsbranche Spitzenverdiener ganz oben. So überwies Zurich ihrem Chef Mario Greco im vergangenen Jahr 8,8 Millionen Franken – der gesamten Geschäftsleitung fast 50 Millionen.

Dieser Artikel erschien erstmals am 04.04.2019 auf handelszeitung.ch.