Der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE) soll eBay übernehmen wollen: ICE habe ein Gebot abgegeben, welche das das Online-Auktionshaus mit mehr als 30 Milliarden Dollar bewerten könnte, berichtet das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

ICE sei bereits in der Vergangenheit an eBay herangetreten und habe dies kürzlich wieder getan. Beide Unternehmen führten aktuell keine förmlichen Gespräche, und es gebe keine Garantie, dass eBay dem Geschäft zustimmen werde. Die Aktien von ICE, der unter anderem die New Yorker Börse NYSE gehört, gaben an der Wall Street fast vier Prozent nach – eBay-Papiere schossen um mehr als neun Prozent in die Höhe. ICE lehnte eine Stellungnahme ab. eBay war zunächst nicht erreichbar.

Online-Marktplatz ist von Interesse

Laut dem WSJ-Bericht nach ist ICE in erster Linie am Online-Marktplatz von eBay interessiert – nicht an der Kleinanzeigen-Sparte Classifieds. Auf deren Verkauf dringt allerdings der eBay-Grossaktionär Starboard Value.

Der Hedgefonds machte dies am gestrigen Dienstag noch einmal in einem Brief an die Führung von eBay klar. Darin fordert Starboard, die Division Classifieds müsse abgetrennt werden, andererseits solle das Management das profitable Wachstum der Kernsparte Marketplace aggressiver verfolgen.

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Vergangenes Jahr hatte eBay auf Druck von Starboard und dem Hedgefonds Elliot die Online-Ticketbörse StubHub für 4,05 Milliarden Dollar in bar verkauft. Elliot schätzt den Wert des Kleinanzeigengeschäfts auf acht bis zwölf Milliarden Dollar.

(reuters/tdr)

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