Er dominiert mit stiller Selbstverständlichkeit den Viktoriaplatz über der Berner Altstadt, der repräsentative BKW-Haupt­sitz. Ein Sandstein­gebäude, erbaut 1915 im Stil des in der Bundesstadt allgegenwärtigen Berner Barocks und verziert mit Fischen und Turbinen. Und mit mythologischen Wasserwesen wie etwa dem Meeresgott ­Poseidon, der bezeugt, dass die Ambi­tionen der Ber­nischen Kraftwerke schon immer weit über die ­Kantonsgrenzen hinaus gingen – auch damals schon, als die Elektrizität des ursprünglich 1898 gegründeten Unternehmens noch vornehmlich aus den Gewässern bei Hagneck und Spiez gewonnen wurde und der Ozean noch sehr weit weg war.

Heute steht die BKW mit ihren Windrädern in mehreren Ländern Europas am Meer, die Hälfte ihrer Stromproduktion stammt aus dem Ausland, nur noch gut 20 Prozent kommen aus dem Herkunftskanton. Bernisch sind etwa noch das Wasserkraftwerk Mühleberg, der Grimsel-Stausee, das Versorgungsnetz und eben der Hauptsitz.