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E-Commerce
Blacksocks wandelt in den Fussstapfen von Amazon

Blacksocks-Gründer Samy Liechti: Verlagert den Einkaufs-Impuls zur Sockenschublade der Kunden

Das Schweizer E-Commerce-Unternehmen Blacksocks bringt den «Dash-Button». Wie beim US-Riesen Amazon sollen Konsumenten zu Hause per Knopfdruck Ware ordern können.

Von Andreas Güntert
am 05.04.2017

Ein Jahr lang tüftelte Samy Liechti mit seinen Team. Per Ende April ist es nun soweit: Der Blacksocks-Gründer ermöglicht es Kunden, Socken und andere Artikel per simplem Knopfdruck zu Hause am Schrank oder an der Schublade zu bestellen. 

Analog dem System, das der E-Commerce-Riese Amazon zuerst in den USA als «Dash-Button» einführte: Man bringt zu Hause einen W-LAN-fähigen Bestellknopf dort an, wo Alltagsartikel, etwa Waschmittel oder Toilettenpapier, lagern. Wenn Nachschub nötig ist, reicht ein Doppelklick auf den Bestellknopf - schon ist die Online-Order platziert.

«Internet ohne Bildschirm»

«Das ist Internet ohne Bildschirm», sagt Liechti, der sich Chancen ausrechnet, mit seinen «More-Buttons» neben Abo-Kunden auch Käufer zu erreichen, die in selbstgewählten Tranchen bestellen wollen.

Blacksocks ist damit hierzulande im B2C-Markt früh dran. Länger schon ist Brack.ch aktiv mit Dash-Knöpfen, die beim Schweizer Online-Händler «Order Buttons» heissen.

Farbe kommt, Name bleibt

Weil Blacksocks mittlerweile auch Unterwäsche, Polo-Shirts und Hemden führt, ist pro Kategorie ein eigener Knopf nötig. Vom Firmennamen abrücken will Liechti trotz Sortimentserweiterung nicht.  Zu gut eingeführt sei die 1999 gestartete Marke Blacksocks - auch wenn längst auch knallbunte Socken im Angebot sind.

Fusshüllen sorgen gemäss Liechti immer noch für 70 Prozent des Blacksocks-Umsatzes. Und dann gebe es ja auch Brands, die nichts feilbieten, was mit dem Firmennamen zu tun habe, sagt Liechti: «Ich kenne da eine Firma mit Apfel im Logo. Aber Obst verkaufen die meines Wissens keines.»  

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