Leute aus dem Umfeld von SVP-Vizepräsident Christoph Blocher kaufen still und heimlich Aktien der freisinnigen NZZ. Dies berichtet die «Schweiz am Sonntag». Das Papier war der NZZ-Spitze zugespielt worden.

«Zellenkur für die alte Tante», hiess der Titel der Präsentation vom 17. Oktober 2013. Verfasst worden war sie von der Neuen Helvetischen Bank (NHB). Deren Gründer und Hauptaktionär ist SVP-Nationalrat Thomas Matter. Die Präsentation zeigt, wie die NZZ-Aktie zur Goldgrube werden könnte: mit «Quick Wins» für NZZ-«Trophy-Liegenschaften» wie jene an der Falkenstrasse 11 und 12. Allein die seien 150 Millionen Franken wert, heisst es. Der Wert der NZZ-Aktie könne so von 5000 auf 15 000 Franken verdreifacht werden. Die Analyse der NHB beunruhigt die NZZ-Spitze.

Noch stärker allerdings beunruhigt sie, dass zurzeit Personen Aktien erwerben, die SVP-Volkstribun Christoph Blocher nahe stehen. Das bestätigt ein hochrangiger NZZ-Insider der «Schweiz am Sonntag». Diese Personen seien vor allem im Herbst 2013 aktiv gewesen. Auch heute gebe es Kauf-Versuche aus diesem Umfeld. Sowohl Blocher wie auch NZZ-Präsident Etienne Jornod spielen die Sache herunter.

(vst)

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