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«Bottled Life»: Nestlé-Präsident wehrt sich gegen Wasser-Film

Nestlés Peter Brabeck und das Filmplakat von «Bottled Life» (Bilder: Keystone, ZVG)

Streit ums Wasser: Der Film «Bottled Life» wirft Nestlé vor, mit Trinkwasser Milliarden auf Kosten der Armen zu machen. Jetzt verteidigt sich Nestlé-Präsident Peter Brabeck.

Veröffentlicht am 29.01.2012

Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck weist die Kritik an seiner Wasserpolitik aus Kinofilm «Bottled Life» zurück. Der Film sei «ideologisch eingefärbt» und gehe völlig am Problem vorbei, sagt Brabeck im «Sonntagsblick». «Der Inhalt des Films wird als Wahrheit dargestellt. Die Wahrheit ist es nicht.»

Er habe auch nie gesagt, Wasser brauche einen Preis, so Brabeck. «Ich habe gesagt, Wasser habe keinen Wert - so wie wir es benutzen.» Die 5 Liter, die wir für unseren täglichen Verbrauch benötigen, sowie die 20 Liter für die Mindesthygiene seien ein Menschenrecht.

«Dieses Menschenrecht macht genau 1,5 Prozent des internationalen Wasserverbrauchs aus - dieser sollte frei sein», sagt der Nestlé-Präsident. Aber für die restlichen 98,5 Prozent sehe er kein Menschenrecht. «Es gibt kein Menschenrecht auf Wasser für Swimmingpools und Golfplätze».

In «Bottled Life» kritisiert der Journalist Res Gehriger Nestlés Milliardengeschäft mit dem. Auf der Website zum Film heisst es etwa: «Nestlé schafft mit Flaschenwasser Abhängigkeiten - gerade dort, wo die Trinkwasserversorgungen am kollabieren sind, vornehmlich in der Dritten Welt.»

(tno)

 

Sehe Sie hier auch den Trailer zu «Bottled Life» sowie einen Filmausschnitt:

Peter Brabeck verteidigt sich auch im SF-Interview

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