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Calida-Präsident erklärt den Streit mit Ex-CEO

Felix Sulzberger: Nach 14 Jahren als CEO ist Schluss. Keystone

Thomas Lustenberger und Felix Sulzberger haben das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Zum ersten Mal erklärt der Calida-Präsident, wo die Differenzen liegen.

Von Stefan Barmettler und Marcel Speiser
am 06.04.2016

Im Exklusiv-Interview mit der «Handelszeitung» erklärt Calida-Präsident Thomas Lustenberger erstmals im Detail, warum er nicht mit dem früheren Calida-Chef Felix Sulzberger arbeiten will: «Der Verwaltungsrat will in nächster Zeit die in den letzten Jahren zugekauften Unternehmen richtig aufstellen. Herr Sulzberger ist der Auffassung, dass Calida durch Akquisitionen wachsen sollte.»

Neben diesen fundamentalen strategischen Differenzen beklagt Lustenberger Sulzbergers Umgang mit börsenrelevanten Informationen: «Es gibt eine gewisse Erosion der Vertrauensbasis. Herr Sulzberger hat die Tatsache, dass ein neuer Konzernchef gesucht wird, gegen den Willen des Verwaltungsrates und ohne dessen Wissen nach aussen getragen.»

Showdown an der GV

Schliesslich will der Präsident dem neuen Calida-Chef Reiner Pichler einen unbeschwerten Start ermöglichen: «Das geht besser, wenn der alte Chef nicht im Verwaltungsrat sitzt und dem neuen über die Schulter guckt.»

Zum Showdown kommt es an der GV in zwei Wochen. Sulzbergers Chancen auf eine Wiederwahl sind klein. Zwar hat er den Support des zweitgrössten Aktionärs – der Micalux von Christian Haas – und damit gut 16 Prozent der Stimmen. Die Frage ist nur, wie lange Haas seinen Anteil an Calida noch hält. Dies umso mehr, als sein am Mittwoch publik gewordener Verkauf seines Anteils an der Calida-Tochter Lafuma an Calida darauf hindeutet, dass er sich von seinem Engagement bei Calida und deren Tochter schrittweise verabschieden will. Sulzbergers Rückendeckung jedenfalls droht weiter zu schrumpfen.

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