Sergio Ermotti wird erneut CEO der UBS. Bereits nach der UBS-Generalversammlung am nächsten Mittwoch übernimmt der Tessiner den Chefposten und löst damit den jetzigen CEO Ralph Hamers ab.

Die UBS informierte am Mittwochmorgen ab 9.30 Uhr live aus Zürich die Medien. Anwesend waren Sergio Ermotti, Ralph Hamers und UBS-Präsident Colm Kelleher. Das Wichtigste aus der Konferenz können Sie hier im Ticker nachlesen:
 

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  • Damit ist die Medienkonferenz beendet. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.
  • Kelleher schliesst mit den Worten: «Ich hoffe, wir tun die richtigen Dinge. Wir haben das richtige Team dafür.» Denn: «Die Übernahme ist ein grossartiger Deal, wenn er richtig ausgeführt wird», so der UBS-Präsident. Man werde die Öffentlichkeit wieder informieren, wenn der Deal zu Ende gebracht sei.
  • Gibt es News zu den Stellen der Mitarbeitenden? Kelleher sagt, man wolle zuerst die Situation stabilisieren. Der neue Chef müsse sich dann zu einem späteren Zeitpunkt mit den Stellen befassen. «Es gibt kulturelle Probleme zwischen der Credit Suisse und der UBS. Wir wollen keine schlechte Kultur in die UBS importieren», so Kelleher. Die UBS hat eine gute Kultur, dank Ermotti und Hamers. Klar sei, dass gewisse Bereiche der CS eine schlechte Kultur hatten, vor allem in der Division Investment Bank, aber vielleicht auch im Controlling. «Doch wenn ich die Swiss Retail Bank anschaue, dann ist diese vermutlich sehr clean», so Kelleher. Man müsse nun alle Mitarbeitenden der CS prüfen, sodass man keine Mitarbeitenden mit einer falschen Kultur importiert.  
  • Wie lange Hamers noch bei der Bank bleibt, ist nicht ganz klar. Wichtig sei nun, die Transaktion erfolgreich abschliessen und die Auflagen in 58 Ländern zu erfüllen, so Hamers.
  • Ermotti betont: «Too big to fail ist mir lieber als Too small to survive
  • Bleibt Ermotti nur als Übergangslösung der UBS erhalten? «Ich bleibe so lange, wie sie mich wollen», so der neue Chef. Und bis er denke, dass die Aufgabe erledigt sei. Die UBS sei in einer sehr anspruchsvollen Situation. In dieser grossen Herausforderung habe er den Ruf nach Verantwortung vernommen, begründet Ermotti seine Motivation für seinen neuen Job. Er betont: «Offen gesagt, ich dachte immer, dass das nächste Kapitel, das ich schreiben möchte, eine Transaktion wie diese ist.»
  • Nächste Frage: Wie will die UBS mit dem Too-big-to-fail-Thema umgehen? Man werde alles dafür tun, um die Stakeholder zu überzeugen, dass «unsere Arbeit das Beste für die UBS und die Schweiz ist», sagt Ermotti. «Das ist im Interesse aller – der Steuerzahlenden, der Regierung und der Mitarbeitenden.» Man wisse, dass man einen guten Job machen müsse. «Geben Sie uns ein paar Monate», so Ermotti. 
  • Inwiefern hat Ermottis Vergangenheit eine Rolle für den Chefwechsel gespielt? Sergio habe viele Erfahrungen und sei besser geübt als viele andere in der Führung der Bank, meint Kelleher. Bestimmt helfe es aber auch, dass Ermotti Schweizer sei. Man wollte jedoch auch die beste Lösung für die Stakeholder und die Aktionäre und Aktionärinnen. 
  • Jetzt stellen die Medienvertreterinnen und Medienvertreter erste Fragen. Wann Kelleher Ermotti für den Chefposten angerufen habe. Der Präsident sagt, er habe Ermotti am Montag vor einer Woche angerufen und mit ihm darüber gesprochen. 
  • Er werde alles unternehmen und dafür tun, um die Übernahme der CS zu einem Erfolg zu machen, so Ermotti. Er werde mit Hamers nach vorne schauen, um die Übernahme vorwärtszubringen. Er sei sich der Verantwortung bewusst, die nun auf die UBS zukomme. «Wir werden hart arbeiten, um Auswirkungen für die Schweizer Steuerzahlenden zu vermeiden», so Ermotti. Er freue sich auf seine neue Aufgabe. 
  • Jetzt spricht Ermotti. Er fühlt sich geehrt, die Führung der Bank zu übernehmen. Er dankt dem Verwaltungsrat für das Vertrauen. Man sei nun in einer guten Position, dank Hamers. Er habe die Bank für die Zukunft gut aufgestellt. 
  • Nun spricht Hamers. Er habe die UBS schneller und stärker gemacht. Die Bank habe die Pandemie gut gemanagt. Die Kosten und die Risikodisziplin habe man ebenfalls gut im Griff. Hamers dankt all seinen Mitarbeitenden und wünscht Sergio Ermotti alles Gute für die Führung der Bank.
  • Colm Kelleher eröffnet den Anlass. Er dankt dem jetzigen CEO Ralph Hamers, in den letzten zweieinhalb Jahren hervorragende Arbeit geleistet zu haben. 
  • Ermotti, Hamers und Kelleher betreten den Raum. Die Stimmung schein ausgelassen. Die drei schmunzeln und unterhalten sich. Es ist 9.30 Uhr. Die Medienkonferenz beginnt pünktlich.


 

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