Die Woche begann mit einem Paukenschlag: Die deutsche Biontech und der amerikanische Pharmakonzern Pfizer stehen kurz vor der Zulassung eines Corona-­Impfstoffs. Der Schutz solle bei über 90 Prozent liegen. Wie kommt die Nachricht bei Ihnen an?
Christoph Franz: Das sind zunächst einmal Good News. Es zeigt, dass die Anstrengungen, weltweit in sehr viele Impfstoffprojekte zu investieren, fruchten. Und dass wir die Covid-19-Pandemie in absehbarer Frist in den Griff kriegen.

Aber?
Gleichzeitig warne ich vor allzu grossen Erwartungen. Wir haben es hier mit Zwischendaten zu tun. Es gibt noch keine Genehmigung, noch nicht mal eine Notfallgenehmigung. Realistischerweise wird es zudem noch eine Weile dauern, bis der Impfstoff in der erforderlichen Menge verfügbar sein wird, auch in der Schweiz. Die Gesamtsituation wird sich erst Mitte nächsten Jahres tatsächlich verbessern.