Damit geht die Bank mit einer der rigorosesten Massnahmen gegen das Corona-Virus und die Delta-Variante vor. Die Entscheidung betrifft auch Mitarbeiter in Chicago, Philadelphia, Boston und Washington, D.C., teilte die Bank ihren Angestellten am Dienstag in einem Memo mit. Die Citigroup erwartet, dass die Mitarbeiter ab dem 13. September an mindestens zwei Tagen pro Woche in ihre Büros zurückkehren.

Die Mitarbeiter in den Bankfilialen des Unternehmens werden aufgefordert, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, sind aber nicht dazu verpflichtet. Das Tragen von Masken ist für alle Büro- und Filialmitarbeiter vorgeschrieben, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden, so die Citigroup.
 

Auch andere Banken reagieren so

Die Forderung der Citigroup folgt ähnlichen Massnahmen von Morgan Stanley, das Ende Juni bekannt gab, dass es Mitarbeitern, die nicht geimpft sind, den Zutritt zu seinen Büros im Raum New York verweigert, und der Jefferies Financial Group die vorschreibt, dass Mitarbeiter, die in ihre Büros zurückkehren wollen, vollständig geimpft sein müssen. 

Die meisten der grössten Banken der Wall Street haben bisher keine Impfpflicht für ihre Mitarbeiter eingeführt. Im Gegensatz dazu haben Silicon-Valley-Giganten wie Facebook und Google sowie der Bundesstaat Kalifornien und die Stadt New York erklärt, dass Regierungsangestellte geimpft oder wöchentlich getestet werden müssen.

Mit dem Aufkommen der Delta-Variante von Covid-19, die nachweislich zwischen geimpften Personen hin- und herspringen kann, haben die Führungskräfte der Wall Street damit zu kämpfen, wie sie ihre Reaktionen kalibrieren sollen.

Die Vorstandsvorsitzende der Citigroup, Jane Fraser, zeigte sich flexibler als viele andere Vorstandsvorsitzende der Finanzbranche. Sie versprach, den Mitarbeitern ihrer Bank hybride Arbeitsformen anzubieten, während Kollegen wie David Solomon von der Goldman Sachs Group Inc. aggressiver bei der Wiederbesetzung der Manhattan-Türme ihrer Unternehmen vorgegangen sind.

(bloomberg/tdr)