Der Spezialchemiekonzern Clariant biegt Insidern zufolge beim Verkauf seines Geschäfts für Medizinverpackungen auf die Zielgerade ein. Das Unternehmen erwarte bis zum Monatsende finale Angebote der US-Verpackungsfirmen AptarGroup und Comar, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich waren auch Finanzinvestoren an dem Clariant-Bereich Medical Specialties interessiert. Viele davon seien nun aber nicht mehr im Rennen. Clariant wollte sich nicht dazu äussern.

Einem der Insider zufolge dürfte der Verkaufspreis bei unter 300 Millionen Dollar liegen, basierend auf dem Betriebsergebnis (Ebitda) des Bereichs von 24 Millionen. Der Deal ist Teil eines grösseren Umbaus, der bis Ende 2020 abgeschlossen werden soll. Anfang des Jahres hatte Clariant auch den Verkauf seines Pigmentgeschäfts gestartet, das Projekt aber angesichts der sich eintrübenden Chemie-Konjunktur auf Eis gelegt. BASF hatte vor ein paar Tagen sein Gewinnziel um 30 Prozent gekappt.

(reuters/gku)