Commerzbank AG-Chef Manfred Knof plant im Rahmen seines ambitionierten Kostensenkungsprogramms auch massive Einschnitte in der Kommunikationsabteilung der Bank. Das von Sven Korndoerffer geleitete Team könnte auf weniger als 100 sinken von etwa 200 heute, heisst es bei Personen mit Kenntnis der Pläne.

Der Gedanke dahinter, so die Personen: Knof will Stellen eher bei internen Unterstützungsfunktionen einsparen als in Einheiten, die Umsätze generieren. Eine Sprecherin der Bank wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äussern. Die Kürzungen werden derzeit mit dem Betriebsrat verhandelt und die Zahlen könnten sich noch ändern.

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Ein Viertel weniger Mitarbeiter in Deutschland

Knof hat nach seiner Amtsübernahme im Januar einen Vierjahresplan vorgelegt, um die Bank wieder in die Spur zu bringen und die Gewinne zu steigern. Teil des Plans ist die Streichung von rund einem Drittel der heimischen Arbeitsplätze, über die er inzwischen eine Einigung mit dem Betriebsrat erreicht hat. Wegen Zugeständnissen an die Arbeitnehmervertreter sind die Kosten für den Abbau auf rund 2 Milliarden Euro angewachsen.

Knof schliesst hunderte der rund 800 deutschen Filialen für Endkunden und zieht sich aus mehreren Ländern zurück. Zugleich werden auch etwa 2300 neue Mitarbeiter eingestellt, um externe Dienstleister zu ersetzen. Netto reduziert sich die Belegschaft im Heimatmarkt so um ein Viertel.

Unter Knofs Vergänger Martin Zielke hatte die Bank regelmässig ihre Ziele verfehlt.

(bloomberg/gku)