In der Schweiz laufen schon mehr als 500 Strafverfahren wegen missbräuchlich in Anspruch genommener Covid-19-Kredite. Das berichtet die «Handelszeitung» mit Verweis auf Zahlen des Bundes und Angaben der Kantone.

Demnach hat die Deliktsumme aller Fälle die Grenze von 100 Millionen Franken überschritten. Allein im Kanton Zürich sind Strafverfahren mit einer Deliktsumme von 35 Millionen Franken hängig.

Stark steigende Zahlen weist auch die Meldestelle für Geldwäscherei aus, die bis Ende Jahr Verdachtsmeldungen über 146 Millionen Franken entgegengenommen und rund 80 Prozent davon zur Anzeige gebracht hat.

Unbenutzte Darlehen

Derweil ist noch immer nicht bekannt, wie viel der im vergangenen Jahr insgesamt vergebenen Kreditsumme von 16,9 Milliarden Franken auch wirklich beansprucht wurde. Banken berichten davon, dass rund die Hälfte der gesprochenen Summen nie bezogen worden sei.

Bei der Zürcher Kantonalbank seien 58 Prozent der Darlehen gänzlich unbenutzt, sagt eine Sprecherin. Mit Blick auf ein allfälliges zweites Kreditprogramm will sich nun auch der Bund einen Überblick verschaffen. Derzeit erhalte man entsprechende Angaben der Banken, sagt ein Sprecher des Staatssekretariats für Wirtschaft.

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