Der Schweizer Pharmazulieferer Lonza will die Fertigstellung von zwei Produktionslinien für die Covid-19-Impfung von Moderna vorantreiben. Das Ziel: Die industrielle Produktion der Impfung soll vier bis sechs Wochen früher starten als bisher geplant. Die Biotech-Firma Moderna aus Massachusetts hat derzeit einen vielversprechenden Impfstoff in klinischen Tests, und Lonza – so der Plan und der Vertrag – wird den Wirkstoff produzieren, falls er denn auf den Markt kommt.

Wie Lonza-Präsident und Interims-CEO Albert M. Baehny zur Nachrichtenagentur «Reuters» sagte, wird eine erste grosse Produktionslinie in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire errichtet. Ursprünglich war ein industrieller Start für Dezember 2020 geplant, nun soll alles einen Monat früher erfolgen. Kleinere Chargen des Wirkstoffs will Lonza dort ab Juli für Moderna herstellen.

«Das Tempo der Pandemie»

Eine zweite Herstellungsstrasse wird in Visp aufgezogen. Ursprünglich hätte hier im Januar oder Februar 2021 mit der Produktion von Coronavirus-Impfungen begonnen werden sollen; doch wie Albert Baehny nun gegenüber «Reuters» sagte, sollte bereits im Dezember alles bereit sein im Wallis.

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Lonza hat mit Moderna einen Zehnjahresvertrag vereinbart: Der Schweizer Konzern wird den Covid-19-Impfstoff mRNA-1273 der Amerikaner industriell produzieren (falls er denn dereinst zugelassen wird). Am Ende wollen Moderna und Lonza in der Lage sein, gemeinsam bis zu eine Milliarde Dosen zu produzieren. Derzeit führt Moderna klinische Tests mit rund 600 Patienten durch.

«Es wäre bemerkenswert, wenn wir vier bis sechs Wochen rascher sein könnten», so Baehny. «Wir kennen die Technologie, wir fühlen uns sicher bei den Herstellungsschritten. Wenn wir schneller sein können, dann sollten wir das tun. Es ist das Tempo der Pandemie.»

Reuters» – rap)