Dabei handelt es sich um Unternehmensanleihen, die im Krisenfall zu Aktien werden. Wegen dieser möglichen Umwandlung heissen die Anleihen auch Coco-Bonds (Contingent Convertible Bonds). Im laut CS "sehr unwahrscheinlichen" Fall einer Wandlung würde der Anteil der arabischen Investoren an der CS erhöht.

Die Herausgabe von Coco-Bonds steht in Zusammenhang mit den neuen Eigenkapitalvorschriften, die als Folge der Finanzkrise und der milliardenschweren Staatshilfen für Banken erlassen wurden. Die schärferen Vorschriften sollen verhindern, dass der Staat mit Steuergeld volkswirtschaftlich relevante Finanzhäuser retten muss.

Nach dem im Herbst 2010 vorgestellten künftigen Aufsichtsregime Basel III müssen Banken weltweit stärkere Reserven anlegen. Die Schweizer Grossbanken müssen ab 2019 noch weit höhere Anforderungen erfüllen, weil die Regulatoren hierzulande einen zusätzlichen "Swiss Finish" auf Basel III draufsatteln.

CS sieht sich kapitalstark

Die Verzinsung beträgt der Anleihen beträgt je nach Währung und Bezahlung 9 bis 11 Prozent. Die Platzierung der CS-Coco-Bonds erfolgt allerdings frühestens im Herbst 2013. Die CS habe den beiden Investoren im Moment lediglich eine Vereinbarung zur Zeichnung der Anleihen getroffen, wie am Montag mitgeteilt wurde.

Katar hält derzeit etwa 6,2 Prozent an der Credit Suisse, während die saudi-arabischen Investoren rund 6,6 der Aktien besitzen. Die Cocos würden in Aktien gewandelt, wenn das Kapitallevel der CS nach dem künftig geltenden Regulationsregime Basel III unter 7 Prozent sinkt.

Keine Cocos bei der UBS

Unumstritten sind die Coco-Bonds nicht. CS-Konkurrentin UBS hat die Instrumente bisher skeptisch beurteilt und lehnt es derzeit ab, solche Anleihen auszugeben.

Die CS-Aktie legte am Montag bei einem leicht stärkeren Schwergewichte-Index SMI zu und erreichte am Vormittag ein Plus von bis zu 3,7 Prozent. Zur Mittagszeit war die Aktie 42,81 Fr. wert, 2,9 Prozent mehr als zum Schlusskurs vom Freitag.

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