Der US-Gerätehersteller Curtiss-Wright will an seinem Standort in Neuhausen SH 18 Stellen, fast ein Fünftel der Belegschaft, streichen. Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften fordern einen Verzicht auf die Sparrunde. Sie seien am vergangenen Freitag von der Geschäftsleitung von Curtiss-Wright Drive Technology in Neuhausen über den geplanten Stellenabbau informiert worden, teilte die Gewerkschaft Syna am Montag per Communiqué mit. Die Konsultationsphase laufe bis in die erste Hälfte Februar, hiess es bei Syna auf Anfrage.

Die Gewerkschaft erklärt die Massnahme mit hohen Gewinnerwartungen der US-Firma, die stark in der Rüstungsindustrie und dort bei Stabilisierungssystemen für Kampfpanzer aktiv sei. Das US-Management erwarte ein jährliches Wachstum von bis zu 19 Prozent.

Verzicht auf Abbau gefordert

Curtiss-Wright habe von 2014 bis 2016 grosse Aufträge erhalten. Die Realisierung verzögere sich nun, dem Unternehmen zufolge wegen fehlenden Budgetfreigaben in Auftraggeberländern. Curtiss-Wright müsste mit einem Wachstum von 3 bis 5 Prozent rechnen. Eine zeitlich begrenzte Gewinneinbusse scheine aber nicht tolerierbar zu sein.

Syna wie auch die Angestellten Schweiz forderten von Curtiss-Wright, auf den Stellenabbau zu verzichten. Mit dem geplanten Abbau in dem für das Unternehmen existenziellen Bereich Forschung und Entwicklung gefährde Curtiss-Wright die eigene Zukunft, warnten die Angestellten Schweiz. Die Gewerkschaft war am vergangenen Freitag auch am Treffen mit der Geschäftsleitung in Neuhausen beteiligt.

(sda/ise)