Eigentlich wollten die beiden Schweizer Designer Frédéric Bürgi und Marc Frehner etwas anderes machen als eine eigene Uhrenfirma gründen. Doch als ­ihnen ein chinesischer Investor mit gros­sem Portemonnaie den Plan, ein bestehendes Uhrenlabel zu übernehmen und wiederzubeleben, durchkreuzte, machten sie aus der Not eine Tugend – und gründeten Montres Une mit Sitz in Biel.

Das war vor einem Jahr. Heute haben Bürgi und Frehner bereits ihr erstes Produkt am Start: Eine Uhr mit einem Zifferblatt aus dünn geschliffenem Granit von der Jungfrau. «Viele Menschen haben das Bedürfnis, ein Stück eines besuchten Ortes als Andenken mit nach Hause zu nehmen», erläutert Frehner die Geschäftsidee.

Kooperation mit den Bergbahnen

Das ist jetzt möglich: Une-Uhren sind in Zusammenarbeit mit den Jungfraubahnen in den Shops auf dem Jungfraujoch, der Kleinen Scheidegg und in Wengen zu kaufen. Aber natürlich auch online. Kostenpunkt für die Unikate: 486 Franken.

200 Stück hat Une bereits verkauft, 300 weitere produziert. Rund 1000 Stück müssen ­Bürgi und Frehner verkaufen, um profitabel zu sein.

Opal aus Australien

Sie verarbeiten nur abgebrochenes Gestein und verschandeln so die Orte, mit denen sie Geschäfte machen, nicht: «Unser Produkt verkauft den Ort, der Ort verkauft unser Produkt», sagt Frehner dazu.

Die Designer planen schon Uhren mit Felsgestein von den Niagara­fällen und Opal aus Australien.

(spm)