Er könnte Rosen züchten. Oder Rinder. Andere Kader-Cracks jedenfalls hätten, sechs Jahre nach offiziellem Pensionierungsalter, längst ihre Pensionskasse in einen Weinberg investiert. All das will Urs Berger nicht. «Warum», fragt der 71-jährige Wirtschaftskapitän, «meine Energie in einen Weinberg stecken, wenn ich damit viel Sinnvolleres tun kann?»

Was Berger sinnvoller findet als züchten, winzern oder sonst wie in den Sonnenuntergang zuckeln: weitertraben in der Chefetage. In seinem Fall unter anderem als VR-Präsident der Mobiliar, als Verwaltungsrat bei Ringier, bei der Ammann Group und als Investor beim Fitness-Startup Sensopro. «Es macht», sagt Berger, «immer noch und weiterhin Spass, meine gesammelte Erfahrung einzubringen.» Und dies nicht zu knapp. Berger ist aktuell in den Verwaltungsräten, Bank- und Stiftungsräten von insgesamt zwölf Firmen und Organisationen aktiv.

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