Der Rohstoffriese Glencore aus Baar, der Nahrungsmittelkonzern Nestlé aus Vevey sowie der Rohstoffhändler Trafigura aus Luzern sind die drei umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz. Unter die zehn grössten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen steigt in der neusten jährlichen Rangliste der «Handelszeitung» und der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet das Genfer Energiehandelsunternehmen Mercuria Energy Trading auf.

Dank einem Umsatzwachstum von 47 Prozent macht es einen Sprung von Position 12 auf Rang 8. Aus den Top Ten fällt anderseits der Genfer Agrarhändler Cargill.

Rohstoffbranche bleibt stark

Dennoch ist die Rohstoffbranche mit den Positionen 1 (Glencore), 3 (Trafigura), 7 (Xstrata), 8 (Mercuria), 11 (Cargill) und 13 (Petroplus) unter den 20 umsatzstärksten Schweizer Frmen am stärksten vertreten, wie die neuste Ausgabe der HZ Top 500 zeigt. Zu den zehn grössten Schweizer Firmen gehören auch Novartis und Roche, die im Vorjahresvergleich die Plätze 4 und 5 tauschten, ABB (6), Migros (9) und Adecco (10).

Von den 500 in der ausgewerteten Unternehmen konnten rund 280 ihren Umsatz 2010 steigern. Vergrössert hat sich der Klub der Umsatzmilliardäre. Diesem gehören neu 143 Firmen an; vor einem Jahr waren dies noch 134. Aufgestiegen sind unter anderem Conzzeta, DHL Express (Schweiz), Energiedienst Holding und Media Markt.

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Ertragslage verbessert

Verbessert hat sich durch die rasche Erholung nach der Krise bei vielen Unternehmen die Ertragslage. Wies das Rating der 500 grössten Firmen (ohne Banken und Versicherungen) vor einem Jahr noch rund 60 Unternehmen mit einem Minusabschluss aus, so schrieben für 2010 nur noch deren 19 Firmen rote Zahlen. Etwas mehr als 20 Firmen schafften 2010 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, darunter bekannte Unternehmen wie Clariant, Georg Fischer, Basilea, Bucher oder Ruag.

Die drei grössten Arbeitgeber mit Schweizer Hauptsitz und internationaler Tätigkeit waren Ende 2010 Nestlé mit gesamthaft 281000 Beschäftigten, Novartis (119418) und ABB (116500); der Basler Pharmakonzern überholte ABB und belegt neu Platz 2. Das Wachstum der Arbeitsplätze hielt sich meist im tiefen einstelligen Prozentbereich. Schwergewichtig wurden neue Stellen eher im Ausland geschaffen.