Als Carlo Janka am 24. Februar 2010 in Whistler zu Olympiagold im Riesenslalom fuhr, jubelte auch Steve Schennach im Zielraum. Nicht nur, weil der Marketing-Leiter von Dosenbach-Ochsner skisportbegeistert ist, sondern auch, weil dadurch das Sponsoring-Konzept Ochsner Sport Racing Team einen neuen Höhepunkt erreicht hatte.

Seit mittlerweile vier Jahren ist der heutige Weltmeister, Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger Carlo Janka bei Ochsner Sport unter Vertrag und trägt dessen Logo prominent auf Kappen und Mützen. Er bildet das Fundamt von Ochsner Sport Racing Team, dem auch Daniel Albrecht und Didier Défago angehören.

Jankas Erfolg schwer messbar

«Was Carlo Janka bis jetzt erreicht hat, ist eine unglaubliche Leistung eines überdurchschnittlichen Sportlers. Wir sind sehr stolz auf unseren ‹Jänks›, der für uns viel mehr ist als nur ein Testimonial. Er ist mittlerweile eng mit Ochsner Sport verbunden und wir hoffen, dass wir noch ganz lange und zentral mit ihm weiterarbeiten werden», erklärt Schennach.

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Was der Erfolg des 23-jährigen «Iceman» finanziell für Ochsner Sport bedeute, lasse sich nicht ganz einfach bewerten. Es lägen zwar diverse Auswertungen, Bewertungen und Marktforschungsergebnisse vor, doch solle man nebst der - teilweise belegbaren - externen Wirkung die Wirkung nach innen nicht vergessen. «Es ist stark spürbar, dass Ochsner Sport und all seine Mitarbeiter sich mit unserem Team und den Athleten identifizieren», sagt Schennach.

Auch bei der Kundschaft kommt das Engagement offenbar gut an: Die Gold-Caps von Carlo Janka, die letzten Winter im Online-Shop von Ochsner Sport angeboten wurden, waren sofort ausverkauft. «Unsere Zielgruppe ist neben dem Fussball eng mit dem Skisport verknüpft», meint Schennach. Durch Sponsoring in diesen Bereichen sei sie ideal erreichbar. So könne man positive Emotionen zwischen Sport und Marke aufbauen.

Heute ist das Ochsner Sport Racing Team eine der grössten gesponserten Equipen im alpinen Skizirkus. Neben den drei Fahrern der Nationalmannschaft gehören ihm auch sechs Leute aus dem A-, B- oder C-Kader und sieben Nachwuchstalente an. Die Mitglieder dieser Truppe werden laut Schennach in erster Linie aufgrund ihres sportlichen Potenzials, ihrer persönlichen Eigenschaften und ihrer regionalen Herkunft selektioniert.

Crawfords zahlbarer Glamour

Ganz andere Kriterien spielten bei der Wahl der aktuellen Werbeträgerin für die Marke Dosenbach eine Rolle, die ebenfalls unter dem Dach Dosenbach-Ochsner zusammengefasst wird. Für die Marketingkampagne 5th Avenue, die im gesamten Jahr 2010 eingesetzt werden soll, konnte das international bekannte Supermodel Cindy Crawford gewonnen werden - hier wurden Synergien mit der deutschen Mutter Deichmann genutzt. Das Hauptziel der Zusammenarbeit mit Cindy Crawford sei es, neue Kundinnen zu gewinnen und Dosenbachs Kompetenz für hochwertige Schuhe zu unterstreichen.

«Mit ihrem frischen, femininen Auftritt ist Cindy Crawford Vorbild und Trendsetterin in Sachen Mode für die moderne, selbstbewusste Frau, die weiss, was sie will, und Wert legt auf Eleganz, Stil und Qualität. Sie ist die Richtige, um unsere anspruchsvolle Damenkollektion zu präsentieren. Glamour zu erschwinglichen Preisen», sagt Schennach. Ausser dem TV-Spot, der momentan zur Prime Time auf SF zu sehen ist, umfasst die Kampagne Anzeigen, Prospekte, Tragtaschen sowie die Präsenz in den über 180 Dosenbach-Filialen.

Kaum Synergien in der Schweiz

Während Dosenbach selbst im Marketing so viele internationale Synergien wie möglich mit der Deichmann-Gruppe nutzt, profitieren die verschiedenen Marketing-Abteilungen von Dosenbach-Ochsner untereinander kaum von einem Zusammenwirken. «Eine Marketing-Strategie Dosenbach-Ochsner kann es nicht geben, da sich die Gesellschaft aus fünf selbständig und unterschiedlich positionierten Sparten bzw. Marktauftritten zusammensetzt», führt Schennach aus. Diese seien sowohl in Führung und Bearbeitung als auch in Marktpositionen, Zielgruppen, Sortimenten, Marketing sowie Kommunikation völlig autonom und würden ausschliesslich in der Logistik und der Verwaltung unter dem Dach von Dosenbach-Ochsner zusammen geführt.

Auf die Frage, ob man mit dem derzeitigen Image zufrieden sei, antwortet Schennach: «Hier sind alle Spartenverantwortlichen ständig gefordert. Wir sind auf den richtigen Wegen, es gibt immer viel zu tun, denn wir wollen uns in allen Marktauftritten ständig weiterentwickeln und auch den sich stetig verändernden Konsumentenansprüchen gerecht werden.»