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Polizei
Datenschutz-Problem mit Basler Polizei-Tesla

Ein Tesla X 100D, Bestandteil der erneuerten Flotte der Alarmpikett-Fahrzeuge der Kantonspolizei Basel-Stadt, fotografiert in Basel am Donnerstag, 6. Dezember 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Polizei-Teslas: Bleiben derzeit noch in der Garage.Quelle: © KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS

Datenschutz macht Basler Polizei Probleme. Weil die neuen Teslas mithören, bleiben sie derzeit in der Garage.

Veröffentlicht am 20.12.2018

 

Die Polizei der Stadt Basel will nächstes Jahr elektrisch unterwegs sein. Deshalb hat sie eigens drei Teslas auf ihre Bedürfnisse umbauen lassen – für je 140’000 Franken. Eingebaut wurden etwa Blaulicht, Horn und Funksystem.

Letzteres wird nun zum Problem. Denn Teslas eingebaute Mikrofone, welche die Sprachsteuerung erlauben, hören stets mit. Zudem werden die Aufnahmen auf dem Server von Tesla ausgewertet. Die Teslas stehen deshalb noch in der Garage, wie die «BZ Basel» berichtet. «Die Polizei muss die Datenschutzprobleme lösen, bevor sie ihre Fahrzeuge auf Patrouille schicken kann» sagt Beat Rudin, der Basler Datenschutzbeauftragte, zu der Zeitung.

An ein Datenschutzproblem hat die Polizei vor dem Tesla-Kauf offenbar nicht gedacht: «Eine Vorabkontrolle, bei der diese Probleme frühzeitig hätten angesprochen werden können, hat leider nicht stattgefunden», sagt Rudin. Jetzt liefen die nötigen Abklärungen.

Laut Basler Polizei kann dennoch der Zeitplan eingehalten werden. «Die neuen Alarmpikett-Fahrzeuge werden wie vorgesehen und kommuniziert im Frühling auf den Basler Strassen im Einsatz sein», teilt sie nach dem Bericht mit. Man sei zuversichtlich, dass die noch offenen Fragen rund um den Datenschutz geregelt werden können.

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