Er war das Sympol eines skrupellosen Bankers, stets bereit, mit allerlei Tricks und Absprachen den eigenen Bonus steil nach oben zu treiben. Tom Hayes, der jahrelang für die Grossbanken UBS und Citigroup arbeitete, kassierte nach jahrelangen Libor-Manipulationen von einem Londoner Geschworenengericht 11 Jahre Haft. Gestern nun ist er vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Er musste am Schluss bloss fünfeinhalb Jahre absitzen.

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Hayes war der Kopf einer Gruppe, die mit Absprachen den wichtigsten Referenzzinssatz der Finanzindustrie beeinflussten. Mit ihm verbündete vier Banker landeten zwar ebenfalls hinter Gitter, kamen aber früher frei. Hayes galt als Haupttäter.

Kosten über 1,5 Milliarden Franken

Er strich in den Jahren 2006 bis 2010 Millionen Franken ein und behauptete, was er getan habe – Absprachen und Manipulationen am Libor - sei branchenüblich gewesen. Seit seiner Verurteilung im August 2015 hatte er seine Unschuld beteuert. Die britische Finanzmarktaufsicht und die US-Justiz sahen es ganz anders.

Die Machenschaften ihres früheren Händlers kam die UBS teuer zu stehen. In einem Vergleich mussten sie den Regulatoren 1,4 Milliarden Franken Busse abliefern. Auch die Finma büsste die Bank mit rund 60 Millionen. Für Anwaltskosten und Untersuchungen gingen nochmals 100 Millionen drauf.

(Bar)