Zweifellos: On schreibt an einer Erfolgsgeschichte. Der in den USA kotierte Zürcher Sportartikelkonzern ist innerhalb von nur 15 Jahren zu einem ernsthaften Konkurrenten der Branchengrössen Nike und Adidas geworden – und ist in den letzten Jahren sehr dynamisch gewachsen.

Das hat sich auch 2025 fortgesetzt. Erstmals hat das Unternehmen beim Umsatz die Marke von 3 Milliarden Franken überschritten. Auch die diversen Messgrössen für den Gewinn wurden klar gesteigert.

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Doch es sind nicht in erster Linie diese operativen Zahlen, die im eben vorgelegten Geschäftsbericht ins Auge stechen. Denn weit mehr als jede andere Zahl ist der Lohn von Firmenchef Martin Hoffmann gestiegen. Seine Entschädigung ist um satte 242 Prozent auf fast 10 Millionen Franken förmlich explodiert. On weist den Wert von Hoffmanns Gehaltspaket im Geschäftsbericht mit exakt 9'820'845 Franken aus. Dies nach etwas über 4 Millionen Franken im Jahr 2024.

Auf Augenhöhe mit Mario Greco und Thomas Schinecker

Hoffmann wird damit zu einem veritablen Goldjungen. Seine Vergütung ist auf Augenhöhe mit den Firmenlenkern der ganz grossen Schweizer Unternehmen. Zurich-Chef Mario Greco zum Beispiel kassierte für 2025 ebenfalls 9,8 Millionen Franken, Roche-Chef Thomas Schinecker mit 10,2 Millionen nur unwesentlich mehr. Wobei Greco und Schinecker im Vergleich zu Hoffmann Konzerne der Weltliga führen – und für deutlich mehr Umsatz, Gewinn und Personal verantwortlich sind.

Dass Hoffmanns Vergütung exzessiv ist, zeigt sich unter anderem auch daran, dass er ein sattes Viertel des Umsatz von On auf dem Schweizer Markt – 39,3 Millionen Franken – für sich selbst beansprucht. Vom Reingewinn des Konzern – er belief sich 2025 auf 203,7 Millionen Franken – wandern 4,8 Prozent auf Hoffmanns Konten. Die gesamte Geschäftsführung beansprucht mit 23,6 Millionen Franken gar über 11 Prozent des Reingewinns für sich.

Vergütungen wie jene von Martin Hoffmann wären nur zu legitimieren, würde On für seine Aktionäre hohe Werte schaffen. Das ist aber nicht der Fall.

Diese Vergütungen könnte man mit etwas gutem Willen allenfalls legitimieren, würde On für seine Aktionärinnen und Aktionäre hohe Werte schaffen. Das ist aber nicht der Fall. Dividenden zahlt das Unternehmen keine. Und der Aktienkurs hat 2025 im Jahresverlauf etwas über 15 Prozent nachgegeben. Und auch im laufenden Jahr ist der Kurs im Minus – mit rund 6 Prozent.