Das Video, das Jean Arnault vor wenigen Tagen auf Instagram gepostet hat, spricht Bände. Man sieht einen jungen Mann im edlen dunkelblauen Pullover – ihn selbst –, wie er zusammen mit einem älteren Herrn, Typ Künstler, durch eine saftig grüne Landschaft lustwandelt. Die beiden diskutieren angeregt – über Uhren.

Arnault ist mit Denis Flageollet, dem kreativen Kopf der Uhrenmarke De Bethune, unterwegs. Er hat diesen heimlichen Superstar der helvetischen Horlogerie für ein gemeinsames Projekt mit der Uhrensparte von Louis Vuitton gewonnen – sehr zur Freude seines Vaters Bernard Arnault, Chef des weltgrössten Luxusgüterkonzerns. Für ihn könnte sein jüngster Sohn Jean – er ist erst 27 Jahre alt – der Schlüssel dafür sein, den Rückstand auf die Konkurrenz im Uhrengeschäft (siehe Grafik) wettzumachen. Mit seiner Leidenschaft für mechanische Uhren empfiehlt sich Jean Arnault wiederum für immer höhere Weihen im Imperium des Vaters, der vor einiger Zeit damit angefangen hat, die Eignung seines Nachwuchses für seine Nachfolge zu testen. Und weil Bernard die Führung noch möglichst lange selbst in Händen halten will, könnte just Jeans Jugendlichkeit zur grossen Stärke werden.

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