Die Auswahl an Kreditkarten und der Kampf um Kunden wird grösser. Laut einer Studie des Vergleichsportals Moneyland ist neben der Nutzungshäufigkeit auch der Einsatz einer Kreditkarte im Ausland ausschlaggebend für die Wahl der Kreditkarte.

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Kredit vs. Debit: So unterscheiden sich die Karten

Debitkarten 

Debitkarten belasten die Einkäufe -direkt auf einem Bankkonto. Zu den Klassikern gehören die Postfinance-Card und Maestro (einst EC-Direkt) sowie seit einigen Jahren V-Pay aus dem Hause Visa. Die meisten Banken geben ihren Kunden eine solche Karte als Bancomatkarte. Neu dazu kommen Debit Mastercard und Visa Debit, die wie Kreditkarten aussehen.

Kreditkarten 

Kreditkarten erlauben das Einkaufen auf Pump. Der Rechnung erhält der Kunde meist nach einem Monat. Kreditkarten gibt es unter anderem von Visa, Mastercard, American Express. Bei Prepaid-Kreditkarten muss der Kunde das Geld im Voraus auf ein Kartenkonto einzahlen. Sie geben zwar keinen Kredit, werden technisch aber wie Kreditkarten behandelt. 

Verglichen wurden laut einer Mitteilung vom Mittwoch 155 Kreditkarten bezüglich Gebühren, Leistungen und Gesamtkosten. Dabei seien die Unterschiede aufgrund neuer «Gratis-Kreditkarten» und Multiwährungskarten grösser geworden und auch der Druck von ausländischen Kartenanbietern sei spürbar.

Revolut bietet sich für die Auslandreise an

Welches die jeweils günstigste Kreditkarte sei, hänge aber stark vom Nutzungsprofil ab. Für Gelegenheitsnutzer biete sich die Cashback-Kreditkarte « American Express» von Swisscard an. Bei Vielnutzern schneide im Kostenvergleich die Multiwährungskarte «Silber» der Online-Bank Swissquote am günstigsten ab.

Karten von ausländischen Anbietern wie Revolut und TransferWise seien vor allem für den Einsatz im Ausland gedacht, hiess es weiter. Sie böten meistens günstigere Wechselkurse und geringere Fremdwährungsgebühren, was die Nutzung als alternative Zusatzkarte für Auslandkäufe sinnvoll mache. Allerdings wird empfohlen für Ferienaufenthalte sicherheitshalber auch eine Schweizer Kredit- und Debitkarten mitzuführen.

In Landeswährung bezahlen

Damit nun in der Ferienzeit keine unangenehmen Überraschungen nach der Heimreise warten, raten die Moneyland-Experten auf keinen Fall im Ausland Bargeld mit einer Schweizer Kreditkarte zu beziehen. Dabei fielen meist hohe Gebühren an. Günstiger sei da der Bargeldbezug mit einer Debitkarte oder EC-Karte.

Ebenfalls zu vermeiden gelte das Bezahlen in Schweizer Franken. Daher sollte wenn immer möglich im Ferienland in der Landeswährung gezahlt werden. Auch das Begleichen von grösseren Beträgen per Debitkarte sei im Ausland in der Regel günstiger als mit Kreditkarten.

(sda/mbü)