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Ranking
Die besten Skigebiete für Familien

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Familie im Schnee: Im diesjährigen Ranking der «Handelszeitung» schafft es Gröden vor Arosa und Lenzerheide auf den ersten Platz.Quelle: Keystone

Die «Handelszeitung» kürt einmal mehr die besten Wintersport-Gebiete der Alpen. Die Top Ten der der familiären Winterdestinationen in den Alpen birgt so manche Überraschung.

Von Claus Schweitzer
am 01.12.2017

Bereits zum vierten Mal hat die « Handelszeitung» die besten Orte für Winterferien in den Alpen gekürt. Und das in den Kategorien «die Sportlichen», die «die Vielseitigen» und «die Familiären».

Bei den familiären Wintersportrevieren bewegt sich im Alpen-Ranking die Skiregion Gröden am eindrücklichsten vorwärts. Immer mehr Schweizer nehmen die lange Anfahrtszeit ins Südtiroler Dolomitental auf sich, was sich nicht allein mit dem prima Preis-Leistungs-Verhältnis, der herzlichen Gastfreundschaft und den 175 abwechslungsreichen Pistenkilometern für Skifahrer jeder Könnensstufe erklären lässt.

Es ist die Einzigartigkeit der Landschaftskulisse, die man in Österreich meist umsonst sucht und die im Skigebiet Gröden für ein unvergleichliches Naturerlebnis sorgt – ganz besonders auf dem direkt verbundenen Hochplateau der Seiser Alm mit Hammerblick auf die bizarren Felszacken der Langkofelgruppe. Wer einmal eine Junior- oder Familiensuite in der «Adler Mountain Lodge» bezogen hat, will nie wieder weg und wird es danach schwer haben, sich für ein anderes Berghotel zu begeistern.

«Tourismus-Übersättigung in Österreich und Südtirol»

Österreich ist mit lediglich zwei Skigebieten in den Top Ten vertreten: Das stark auf Familien mit Kindern fokussierte Serfaus-Fiss-Ladis (Rang 5) und Schruns/Montafon (Rang 10) verbreiten beide eine angenehm beschauliche Winterferienstimmung.

Ariane Ehrat, eine der weitblickendsten Tourismusprofis und derzeit hauptsächlich als Beraterin für die Bergbahnen Lenzerheide tätig, spricht aus, was viele in der Branche bemerken: «Es ist vermehrt zu spüren, dass sich in Österreich und Südtirol eine gewisse Tourismus-Übersättigung breitmacht. Die Ursachen sind ähnlich wie in Barcelona oder auf Mallorca, doch noch nicht so ausgeprägt.»

Vorjahressieger Arosa landet auf dem zweiten Platz, auf der anderen Seite der Urdenbahn macht Lenzerheide (Rang 3) zwei Ränge gut. Zusammen bilden die beiden Skiregionen einen Wintererlebnispark, in dem Familien mit unterschiedlichen Bedürfnissen besonders gut aufgehoben sind. Mit dem komfortablen Skigebiet-Übergang von der Ost- zur Westseite der beiden Lenzerheidner Talseiten und der Verbindung nach Arosa offenbart sich den Besuchern eine in Graubünden einmalige landschaftliche Abwechslung – von hochalpin (Rothorn) bis romantisch (Stätzerhorn-/Scalottas-Seite und Arosa). Ebenfalls attraktiv: Die kostenlosen Skiübungs- und Einführungsplätze in den drei «Kinderländern» – üblicherweise bezahlen die Gäste dafür oder müssen Schüler einer Schweizer Skischule sein.

«Alternativangebote zum Skifahren und Snowboarden sind gefragt»

Dank intakter Natur und touristischen Leistungsträgern, die sich in die Bedürfnisse von Familien mit Kindern hineinversetzen können, liegen auch Adelboden-Lenk (Rang 4) und die aufstrebende Aletsch-Arena mit Riederalp und Bettmeralp (Rang 7) gut im Rennen.

Das Berner Oberland macht derzeit mit Kooperationen über die Grenzen der regionalen Skigebiete hinweg von sich reden. «Der Übernachtungsort gilt vermehrt als Ausgangsbasis, der effektive Ferienaufenthalt findet aber überregional statt», meint Marc Ungerer, touristischer Geschäftsführer der Jungfrau-Region (9). Entsprechend spannen Grindelwald, Wengen und Mürren ab dieser Saison mit Adelboden-Lenk, Meiringen-Hasliberg und Gstaad zusammen und bringen ein gemeinsames Saisonabo auf den Markt: Für 666 Franken bietet es freie Fahrt auf 666 Pistenkilometern. Sehr viel günstiger geht es in Saas-Fee (Rang 6) mit der Winter-Card für 233 Franken, die jedoch vor dem 18. Dezember 2017 gekauft werden muss.

Für alle Skigebiete gleichermassen herausfordernd bleibt der tendenziell immer später fallende Naturschnee. Deshalb versuchen aufgeweckte Tourismusverantwortliche, von der primären Ausrichtung auf den klassischen Skisport wegzukommen. «Alternativangebote zum Skifahren und Snowboarden sind gefragt», sagt Ariane Ehrat, «weil die Wintergäste selbst bei optimalen Schneeverhältnissen mehr Abwechslung suchen und in den Bergen vielseitig aktiv sein möchten.»

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