Die Credit Suisse (CS) und die brasilianische Digitalbank Modalmais haben ein strategisches Abkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht den Kauf von Vorzugsaktien durch die CS im Umfang von bis zu 35 Prozent des Gesamtkapitals von Modalmais vor.

Beide Banken ergänzten sich in ihren Aktivitäten, heisst es in einer Mitteilung der Schweizer Grossbank vom Dienstag. Vorgesehen sei etwa, dass Produkte der Credit Suisse wie strukturierte Anleihen, Fonds und Aktienangebote an die fast eine Million Kunden von Modalmais vertrieben werden.

Modalmais werde weiterhin vom Gründer, Diniz Ferreira Baptista, und seinen Hauptgeschäftsführern, kontrolliert, heisst es weiter. Finanzielle Details werden in der Mitteilung nicht genannt.

Brasilianischer Digitalbank-Pionier

Modalmais gilt als eine der ersten Digitalbanken in Brasilien. Gegründet im Oktober 2015, besitzt sie den Angaben nach rund eine Million aktive Kunden mit Vermögen von fast 10 Milliarden Brasilianischen Real, umgerechnet rund 1,8 Milliarden Franken.

Über die Plattform von Modalmais würden mehr als 400 Fonds und insgesamt 700 Produkte vertrieben. Darüber hinaus biete Modelmais grundlegende Bankdienstleistungen wie Gehaltskonten, Kreditkarten und Zahlungen an.

Die Credit Suisse ist gemäss eigenen Angaben seit mehr als 60 Jahren in Brasilien präsent und betreut dort Kunden im Private Banking, Asset Management und Investment Banking. Brasilien sei ein wichtiger strategischer Markt, heisst es dazu.

Wichtiger Wachstumsmarkt Brasilien

Auch die Konkurrentin UBS ist mit Unterbrüchen bereits seit längerem in Brasilien aktiv. Zuletzt unterschrieb die grösste Schweizer Bank im November 2019 mit dem staatlichen brasilianischen Finanzinstitut Banco do Brasil eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft im Bereich Investment Banking. Zudem hatte sie im Mai 2017 den brasilianischen Vermögensverwalter Consenso gekauft.

Anzeige

(awp/mbü)