Seit Donnerstag stehen bei den Banken in der Schweiz alle Warnlichter auf Rot. Faktisch seien die Konten von sanktionierten Russinnen und Russen nun auf den meisten hiesigen Geldinstituten gesperrt, sagt ein Banker, der lange auch mit russischer Kundschaft zu tun hatte. «Keine Bank kann sich noch erlauben, gegen Sanktionen der USA zu verstossen. Lieber nimmt man eine Busse in der Schweiz in Kauf als eine aus Amerika.» Auch wenn die Schweiz weniger weit geht als andere Länder – die Schweizer Banken sind trotzdem von den Sanktionen betroffen. Beziehungsweise ihre Kundinnen und Kunden. 

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Formell hat der Schweizer Mittelweg die Geldhäuser in die Bredouille gebracht. Anders als die EU, welche eine Sperrung der Bankkonten von russischen Parlamentariern und anderen Exponentinnen angeordnet hat, fällte die Schweiz bisher keinen entsprechenden Entscheid. Personen auf den entsprechenden Sanktionslisten könnten weiterhin über ihre Kontovermögen verfügen, wie Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Freitag vor den Medien erklärte.