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Schokolade
Die Schokolade von Barry Callebaut ist gefragt

Schokolade Barry Callebaut

Schokolade: Barry Callebaut ist weltweit führend in der Herstellung.

Quelle: Getty Images

Der weltgrösste Hersteller steigert seine Verkäufe deutlich. Barry Callebaut übertrifft sogar die Erwartungen der Analysten.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Der weltgrösste Schokoladeproduzent Barry Callebaut hat sein Wachstum weiter deutlich beschleunigt: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 verkaufte der Konzern 1,6 Millionen Tonnen Schokolade, das sind 5,0 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Über den Zeitraum von September bis Mai setzte Barry Callebaut insgesamt 5,48 Milliarden Franken um, ein Plus von 5,7 Prozent. Wie erwartet habe sich das Wachstum der Verkaufsmenge im dritten Quartal beschleunigt, sagte Unternehmenschef Antoine de Saint-Affrique in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Analysten hatten kein so grosses Plus erwartet

Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten zwar eine Beschleunigung erwartet, allerdings keine so deutliche. Sie hatten im Schnitt mit einem Gruppenumsatz von 5,42 Milliarden Franken gerechnet sowie mit einem Volumen von 1,56 Millionen Tonnen entsprechend eines Zuwachses von 3,7 Prozent.

Zu Beginn des Geschäftsjahres war Barry Callebaut mit einem Plus bei den Verkaufsvolumen von 1,7 Prozent noch kaum vom Fleck gekommen. Auch nach einer Beschleunigung im zweiten Quartal auf 2,4 Prozent lag der Zuwachs noch deutlich unter den mittelfristig angepeilten 4 bis 6 Prozent. Die erst kürzlich verlängerten Mittelfristziele, die auch eine über dem Wachstum liegende EBIT-Steigerung in Lokalwährungen beinhalten, wurden denn auch erneut bestätigt.

Im dritten Quartal verliehen unter anderem der Zukauf des russischen Unternehmens Inforum sowie die Auslagerung der Schokoladenproduktion der britischen Burton an Barry Callebaut dem Konzern Schwung. Allein die industriellen Produkte steigerten die Verkäufe in den ersten neun Monaten um 6,3 Prozent. Der Umsatz wurde zusätzlich von höheren Rohmaterialpreisen sowie einer Rechnungslegungsänderung beeinflusst, wie es im Communiqué hiess.

(awp/mbü)

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