Im Frühling 2022 startete von Athen aus eine Maschine der Turkish Cargo mit heisser Ware an Bord. Gemäss Lieferdokumenten wurde ein tonnenschwerer Kleinbus voll mit israelischer Spionagetechnik der zyprischen Firma Passitora nach Dhaka, Bangladesch, verfrachtet. Orchestriert von einer Firma in der Schweiz. Das zeigen Dokumente, die der «Handelszeitung» vorliegen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hatte von diesem genehmigungspflichtigen Geschäft bislang keine Kenntnis und prüft nun, ob dabei alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Ein Gesuch für das Geschäft mit dem «Vehicle Mounted Mobile Interceptor», wie das Produkt in bangladeschischen Regierungsprotokollen noch umschrieben wird, sei beim Seco nicht eingegangen, sagt ein Sprecher. «Das Seco wird im vorliegenden Fall Abklärungen vornehmen.» Die zentrale Frage: Wurden ohne Bewilligung Cyberwaffen über die Schweiz exportiert?

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