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Die UBS erzielt trotz Rückgang einen Milliardengewinn

Sergio Ermotti
UBS-Chef Sergio Ermotti: Er kann ein Milliardenergebnis präsentieren.Quelle: © KEYSTONE / WALTER BIERI

Die grösste Schweizer Bank verdient zum Jahresauftakt über eineinhalb Milliarden Dollar. Analysten hatten weniger erwartet.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Die UBS hat im ersten Quartal 2019 aufgrund der schwierigen Marktbedingungen zwar deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Die Erwartungen wurden allerdings gleich wie schon bei der Credit Suisse am Vortag klar übertroffen. Anders als im vierten Quartal sind der grössten Schweizer Bank netto auch wieder viele neue Gelder zugeflossen. Für die nähere Zukunft gibt sich die Bank verhalten optimistisch.

Vor Steuern verdiente die UBS in der Periode von Januar bis März 1,55 Milliarden Dollar nach 2,10 Milliarden im Vorjahr. Unter dem Strich verblieb mit 1,14 Milliarden ebenfalls deutlich weniger als in der Vergleichsperiode (1,57 Milliarden).

Analysten hatten weniger erwartet

Die Erwartungen des Marktes wurden damit jedoch deutlich übertroffen: Der AWP-Konsens für den Vorsteuergewinn lag bei 1,20 Milliarden US-Dollar und für den Reingewinn bei 0,87 Milliarden US-Dollar. Der Geschäftsertrag betrug 7,22 Milliarden und lag damit auch klar über den durchschnittlich erwarteten knapp 7 Milliarden US-Dollar.

UBS-Chef Sergio Ermotti kommentierte die Leistung in der Medienmitteilung vom Donnerstag wie folgt: «Das erste Quartal 2019 war von schwierigen Bedingungen an den Märkten beeinflusst, die sich gegen Quartalsende und in den April hinein verbesserten».

Wieder viele Neugelder angezogen

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt die neu zugeflossenen Gelder von Kunden. Nach einem Abfluss im vierten Quartal 2018 zog die globale Vermögensverwaltungseinheit Global Wealth Management (GWM) im ersten Quartal 2019 wieder Nettoneugelder in Höhe von 22,3 Milliarden US-Dollar an. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung beziffert die UBS auf 15 Basispunkte nach 13 Basispunkten im Vorjahr.

Die insgesamt verwalteten Vermögen legten aufgrund der Marktentwicklung und der Neugelder deutlich zu. Sie beliefen sich per Ende Quartal auf 3'318 Milliarden nach 3'101 Milliarden US-Dollar per Ende 2018.

Wenig verändert präsentierte sich zum Quartalsende die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt). Sie verbesserte sich geringfügig auf 13,0 Prozent von 12,9 Prozent per Ende Jahr. Die Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, kam bei 3,80 nach 3,77 Prozent zu liegen.

Aktienrückkaufprogramm wird wieder aufgenommen

Das kurzfristig unterbrochene Aktienrückkaufprogramm soll im zweiten Quartal - abhängig von den Marktkonditionen - wieder gestartet werden. Wie ursprünglich geplant, sollen 2019 Titel in der Grössenordnung von 1 Milliarden Dollar erworben werden.

Für die weitere Entwicklung gibt sich das Management vorsichtig optimistisch. Die Weltwirtschaft und die Märkte dürften sich weiter erholen und stabilisieren, wenn auch unterschiedlich rasch je nach Region und Anlageklasse. Von diesem Umfeld dürfte die UBS dank des diversifizierten Regionen- und Geschäftemixes profitieren. In den beiden Vermögensverwaltungsbereichen Global Wealth Management und Asset Management rechnet das Management der Grossbank als Folge der höheren verwalteten Vermögen mit einem Anstieg der wiederkehrenden Erträge gegenüber dem ersten Quartal.

(sda/mbü)

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