Dann brach das Coronavirus aus - und deshalb dürften in nächster Zeit laut der Grossbank weniger Immobilien die Besitzer wechseln. Auch die Preise werden sich demnach nicht weiter erhöhen. Die steigende Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung dämpften die Nachfrage.

Trotzdem: Vorteile an Eigenheim überwiegen

Allerdings erwartet die UBS auch nicht stark sinkende Preise: «Zu attraktiv sind die Finanzierungsbedingungen und zu verlockend ist in vielen Regionen weiterhin der Kostenvorteil des Eigenheims gegenüber einer Mietwohnung», schreibt die Bank in ihrer Mitteilung.

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Wie sich die Preise auf lange Sicht entwicklen, hängt von der Stimmung in der Wirtschaft im zweiten Halbjahr ab, wie es heisst. «Brechen die Haushaltseinkommen entgegen unserer Erwartungen im Jahresverlauf ein, so wäre gerade in den hochpreisigen Gefahrenregionen mit deutlichen Preiskorrekturen zu rechnen», lässt sich UBS-Immobilienexperte Matthias Holzhey in der Mitteilung zitieren.

Stärkster Anstieg der Hauspreise seit 2014

Vor Ausbruch der Krise hatten sich die Immobilienpreise so stark erhöht wie seit 2014 nicht mehr. Die Preise stiegen stärker an, als sich die Einkommen und die Teuerung erhöhten.

Zudem kauften mehr Private Immobilien, um sie zu vermieten: Die Bank erhielt mehr Anfragen für Hypotheken für das sogenannte Buy-to-let.

(mbü)