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Die versteckte Botschaft im Facebook-Logo

Facebook Hauptquartier: Die Rückseite ist ein Mahnmal der Vergangenheit.  Keystone

Das Facebook-Logo vor der Zentrale im Silicon Valley enthält eine versteckte Botschaft. Mark Zuckerberg baut damit subtilen Druck auf die Mitarbeiter auf.

Von Lukas Rohner
am 09.12.2014

Unternehmen aus dem Silicon Valley sind dank Annehmlichkeiten wie beispielsweise der Gratis-Verköstigung bei Arbeitnehmern beliebt. Diese Angebote sollen die Angestellten motivieren. Doch nicht alle Unternehmen belassen es beim Zuckerbrot: Facebook etwa erinnert seine Mitarbeiter täglich daran, wie schnell florierende Tech-Firmen scheitern können.

Mark Zuckerberg hat – wie viele aufstreben Unternehmen im dynamischen Norden Kaliforniens – die Facebook-Zentrale in einem alten Bürogebäude platziert. Dieses war ursprünglich im Besitz von Sun Microsystems. Mit seinen innovativen Computern und Softwareprogrammen wie beispielsweise die Java-Technologie, zählte das Unternehmen gegen Ende der Neunzigerjahren zu den Top-Akteuren in der IT-Industrie. Sein Erfolg dauerte nicht lange an, es ging bergab, bis im Jahr 2009 der Rest der Firma an Oracle verkauft wurde.

Mahnung am Facebook-Eingang

Das Schicksal des Konzerns ruft Mark Zuckerberg seinen Angestellten täglich ins Gedächtnis. Denn der Facebook-Chef liess beim Einzug zwar die Räumlichkeiten rennovieren, doch das Schild mit dem alten Firmenlogo von Sun Microsystems vor der Zentrale blieb. Es wurde umgedreht, so das auf der Vorderseite heute das Facebook-Logo prangt. Jeden, der sich dem Logo von hinten nähert, beweist das alte Sun-Schild die Vergänglichkeit von Erfolg. Im Interview mit der «Times» verdeutlicht Mark Zuckerberg die Symbolik: «Das alte Zeichen bleibt als Erinnerung, was passiert, wenn man den Ball aus den Augen verliert.»

Anfang Jahr hat das Unternehmen aus Kalifornien sein vorläufiges Wachstumsende gefunden. Viel Kritik an der Strategie und am Geschäftsgebaren liessen die bisherigen Praktiken unverändert. Kleine Start-ups versuchen jedoch praktisch monatlich mit neuen Netzwerken ein Stück vom Branchenprimus zu ergattern. Mit einigen Übernahmen (Whatsapp, Oculus) konnte sich das Unternehmen von seiner Konkurrenz distanzieren. Aber Mark Zuckerberg bleibt in Alarmbereitschaft.

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