In einer Krise sind jene Unternehmen besonders gefährdet, die schon vorher auf wackligen Beinen standen. Welche das sind, lässt sich mit dem Altman’schen Z-Faktor-Modell herausfiltern.

Benannt nach ihrem Erfinder, dem New Yorker Finanzprofessor Edward Altman, lässt das Modell Voraussagen über die Konkurswahrscheinlichkeit eines Unternehmens zu.

Es ist ein Faktormodell, in dessen Berechnung das Eigenkapital, die Bilanzsumme, die Verbindlichkeiten, der Gewinn und einige weitere Unternehmenszahlen einfliessen.

Ein Verfahren aus den 1960er-Jahren

Altman entwickelte das Verfahren in den 1960er Jahren, aber seine Voraussagekraft hat das Modell auch im Vorfeld der Finanzkrise bewiesen. Im Jahr 2007 zeigte es an, dass fast die Hälfte aller US-Firmen eine erhöhte Konkurswahrscheinlichkeit aufwies.

Wendet man das Modell auf die an der Schweizer Börse kotierten Firmen an, so lassen sich einige identifizieren, denen nach «Altman Z» eine erhöhte Konkurswahrscheinlichkeit droht.

Gefährlicher als Anleger denken

Das heisst nicht, dass sie Konkurs gehen, aber sie haben ein erhöhtes Risiko, das durch die Corona-Krise noch verstärkt wird. Sieben davon sind in der Bildergalerie aufgeführt.

Ein Sechstel aller SPI-Firmen bedroht

Insgesamt sind es gemäss Daten von «Bloomberg» 30 Firmen im Aktienindex SPI, denen das Altman-Z-Verfahren eine hohe Konkurswahrscheinlichkeit voraussagt.

Das ist etwa ein Sechstel aller untersuchten Firmen – Finanz und Versicherungskonzerne lassen sich mit dem Altman-Z-Verfahren nicht gut analysieren, weshalb sie ausgenommen wurden. Unter den 30 sind viele Immobilienfirmen (dazu der Kommentar).