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Löhne
Diese Schweizer Topmanager verdienen Millionen

Nur in den USA verdienen Konzern-Chefs mehr als in der Schweiz. Dabei zahlt hierzulande die Pharmabranche die höchsten Löhne. Eine Zwischenbilanz zu den Salären der hiesigen Firmenlenker.

Von Dominic Benz
am 13.03.2015

Die Berichtsaison in der Schweiz läuft auf Hochtouren. Über die Hälfte der grössten Unternehmen, die im Swiss Market Index (SMI) gelistet sind, haben bislang ihre Bücher für 2014 offen gelegt. Dabei interessieren nicht nur Geschäftszahlen wie Gewinn und Umsatz. Für grosses Aufsehen sorgen jedes Jahr auch die Löhne der Konzern-Chefs. Diese liegen in der Regel in astronomischen Höhen.

Denn Top-Manager in der Schweiz gehören rund um den Globus zu den Spitzenverdienern. Sowohl Konzernchefs als auch Präsidenten liegen im internationalen Vergleich weit über dem Durchschnitt. Das war im vergangenen Jahr nicht anders. Auch 2014 haben die Schweizer Topmanager sich wieder eine goldene Nase verdient. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. 

Novartis-Mann Jimenez an der Spitze

Bis jetzt haben 13 SMI-Konzerne Einblick in ihr Vergütungsbericht gewährt. Insgesamt haben die Chefs dieser Multis rund 97 Millionen Franken abgesahnt. Das sind nur rund 4 Millionen mehr als im Vorjahr.

Der bestbezahlte Topmanager bis jetzt ist Joe Jimenez. Der Chef des Basler Pharmariesen Novartis sahnte im vergangenen Jahr 12,6 Millionen Franken ab. Der Basislohn lag bei rund 2,1 Millionen Franken. Der Rest stellt sich laut Geschäftsbericht aus variablen Vergütungen zusammen. Unter dem Strich verdiente Jimenez etwa eine halbe Million Franken weniger als noch im Vorjahr.

Schwan und Ermotti über 10-Millionen-Marke

Gleich hinter Jimenez folgt ebenfalls ein Pharma-Kapitän: Severin Schwan, Chef der Novartis-Konkurrentin Roche, erhielt mit 12 Millionen Franken leicht weniger ausbezahlt und verdient damit praktisch gleich viel im Vorjahr.

Ebenfalls eine zweistelliges Millionen-Vergütung hat UBS-Chef Sergio Ermotti eingefahren. Er erhielt mit 11,2 Millionen Franken eine halbe Million weniger als im Jahr zuvor. Sein Grundgehalt beläuft sich weiterhin auf konstanten 2,5 Millionen Franken. Der Rest stellt sich aus leistungsabhängige Zahlungen, Nebenleistungen und Arbeitgeberbeiträge an Vorsorgeeinrichtungen zusammen.

Syngenta-Chef Mack mit gewaltigem Lohn-Sprung

Die restlichen Chefs der SMI-Konzerne, die bisher ihre Löhne öffentlich gemacht haben, kassierten 2014 einen einstelligen Millionen-Betrag. So etwa Baul Bulcke, Kopf des Lebensmittelriesen Nestlé. Er sackte 9,3 Millionen Franken ein. Das ist genauso viel wie noch ein Jahr zuvor. Auch Nick Hayek zahlte sich einen stattlichen Lohn von 7,5 Millionen Franken aus. Das sind nur 40'000 Franken weniger als im Vorjahr.

Den grossten Sprung machte der Lohn von Mike Mack, Chef des Agrochemiekonzerns Syngenta. Noch 2013 verdiente er 4,9 Millionen Franken. Ein Jahr darauf strich er 8,2 Millionen Franken ein. Das ist ein Anstieg von knapp 70 Prozent. Ein Grund für das satte Lohnplus dürfte gewesen sein, dass Syngenta zum Jahresende die grösste Produkteinführung der Firmengeschichte gelang: Das im vierten Quartal neu in den Markt eingeführte Fungizid Elatus erzielte in Brasilien einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Dollar.

Unter dem Strich haben fünf Konzern-Häuptlinge 2014 mehr verdient als noch im Vorjahr. Dagegen haben vier CEOs weniger und ebenfals vier gleichviel auf ihr Konto erhalten.

In der Schweiz fliesst das Geld

Die Topmanager der Schweiz können mit ihrem Gehalt mehr zufrieden sein. Fast nirgendwo auf der Welt werden Firmenchefs besser bezahlt als hierzulande. Laut der Beratungsfirma Hostettler & Company verdient ein CEO im Schnitt 7 Millionen Franken pro Jahr. Nur die Kollegen in den USA kriegen mehr, nämlich durchschnittlich 14,3 Millionen.

Auch Verwaltungsratspräsident eines Schweizer Konzerns zu sein, zahlt sich aus. Sie verdienen pro Jahr im Mittel 978'000 Franken. Das ist doppelt so viel wie die Vorsitzenden im internationalen Vergleich.

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