Ein neuer Auftritt soll es richten. Anfang Dezember präsentierte der russische Waffenproduzent Kalaschnikow sein neues Logo. Es zeigt im Buchstaben K den typischen Handgriff der legendären AK-47, dem Vorzeigeprodukt des Herstellers. Daneben prangt der neue Slogan «Waffen für den Frieden». Das Kultobjekt aus der sibirischen Region Udmurtien soll damit weltweit noch mehr Freunde finden. Und dies ist auch nötig: Die Waffenschmiede leidet schwer unter den westlichen Sanktionen gegen Russland.

Ein grosser Markt bleibt die AK-47 zur Zeit verschlossen. In den USA werden dieses Jahr keine der russischen Waffen unter dem Weihnachtsbaum liegen. Wegen der russischen Einmischung in der Ukraine wurde der Verkauf der Kalaschnikows im Sommer gestoppt.

Hamsterkäufe im Sommer

Für viele amerikanische Waffenfans war das Verbot ein schwerer Schlag. Vor Inkrafttreten der Sanktionen kam es zu regelrechten Hamsterkäufen. So schrieb etwa die «Huffington Post» von einem AK-47-«Kaufrausch». Atlantic Firearms verkaufte nach eigenen Angaben in wenigen Tagen 400 russische Gewehre. Inzwischen sind keine «echten» AK-47 mehr im Katalog der Firma. Wer nicht auf ein amerikanisches und osteuropäisches Lizenzprodukt setzen will, muss abwarten, bis die Sanktionen wieder aufgehoben werden.

Dass die Sanktionen auch den russischen Hersteller schwer treffen, ist klar. Kalaschnikow wolle sich deshalb künftig stärker auf die Märkte in Südamerika, Asien und Afrika konzentrieren, war an der Logo-Präsentation zu vernehmen.

Bedauern für die Amerikaner

Im Sommer sagte eine Kalaschnikow-Sprecherin gegenüber Itar-Tass, dass der Konzern die Massnahmen bedauere: «Es tut uns leid, dass die amerikanischen Kunden unter den Sanktionen der eigenen Regierung zu leiden haben.»

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Eher weniger geeignet ist die AK-47 übrigens als Weihnachtsgeschenk in der Schweiz. Die Waffe sei relativ schwer aufzutreiben und für die vollautomatische Version brauche es eine Sonderbewilligung, sagt ein Waffenhändler in Bern. Überhaupt scheinen Feuerwaffen hierzulande kein beliebtes Weihnachtsgeschenk zu sein. Laut einem Verkäufer in Zürich sind die Absätze im Dezember sogar eher schwächer als sonst. «Einerseits bräuchte der Käufer einen Waffenschein und andererseits müsste auch der Beschenkte diverse gesetzliche Auflagen erfüllen.»