Bei der Fifa ist unter Präsident Gianni ­Infantino so einiges auf dem Prüfstand. Das Organigramm wurde radikal neu gezeichnet, Kaderleute umgetopft und die Fussball-Gala «Ballon d’Or» wandert zum Sportmagazin «France Football» nach Paris ab, wie die «Handelszeitung» berichtete.

Selbst das erst im Februar eröffnete Fifa-Museum in Zürich-Enge gibt intern zu reden. Klar, das Fifa World Football Museum ist ein Magnet für Fussball-Aficionados, doch die Kosten waren – und bleiben – exorbitant.

Hohe Kosten

Der frühere Fifa-Chef Sepp Blatter hat als Promotor nicht gekleckert: Den Umbau der Liegenschaft plus den Bau des Museums liess sich der Fussballverband weit über 100 Millionen Franken kosten; der Eigentümer Swiss Life steckte 60 Millionen in die Haussanierung. Abgeschlossen haben die beiden Geschäftspartner einen Mietvertrag, der bis 2055 läuft. Angestellt sind fürs Museum 80 Mitarbeitende.

Die Umtriebigkeit freut die Versicherung, doch die neuen Fifa-Chefs wundern sich. Gemäss «Handelszeitung»-Recherchen gab es intern Debatten, wie man die ­Kosten der Preziosen reduzieren könnte. Ernsthaft diskutiert wurde, das Museum rückzubauen und im Gegenzug den vermietbaren Büroanteil auszubauen. Offenbar hat man den Plan wieder schubla­disiert. Das markante Haus beherbergt neben Museum samt Bistro, Konferenz­räumen und fünf Etagen mit Büros auch 34 Luxuswohnungen.

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