Seit Jahren ist das Angebot an Scootern immer grösser geworden. Vom kleinen 50 cm3 bis zur «Grand dame» mit 800 cm3 warten heute die führenden Produzenten mit einem überzeugenden Angebot an Modellen und Farben auf. Hochwertige Motorradrahmen sorgen bei einigen - leider noch zu wenigen - Herstellern für sensationelle Fahreigenschaften. Vorgestellt werden hier zwei Exoten, welche beide mit alternativen Antriebsformen glänzen.

Aus Deutschland: e-max 110S

So der deutsche Elektroroller e-max 110S. Sein Elektromotor treibt das Hinterrad direkt an. Die Leistungsdaten überzeugen. Die Tankstelle muss nur noch zum Befüllen der Reifen angesteuert werden. Die Kosten pro 100 km liegen bei unter 1 Fr. (5 kWh).

Aus Italien: Piaggio MP3

Zum andern bietet der grösste Rolleranbieter der Schweiz, Piaggio, seinen exotisch anmutenden MP3 auf drei Rädern an. Dieser eigenwillige Scooter hat einen Parallel-Hybrid-Antrieb. Das heisst, die beiden Aggregate Elektro- und Ottomotor arbeiten zusammen. Der Verbrennungsmotor ladet die Akkumulatoren für den Elektrobetrieb wieder auf. Der Schweizer Importeur Ofrag verzichtet vorab allerdings auf einen Import. Begründung: Der 125er-Benzinmotor ist für das schwere Gefährt zu schwach. Es ist aber in naher Zukunft das selbe Modell mit einem 278-cm3-Motor geplant. Die Zulassung für das Modell LT (europäische Genehmigung mit einem Autoführerschein) muss allerdings erst noch Gefallen bei den schweizerischen Behörden finden.

Aus Japan: Honda SH

Im hart umkämpften Rollermarkt spielt Honda seit Jahren eine tragende Rolle. Die fünfte Generation des SH kann auf knapp 450000 verkaufte Einheiten seit 1984 zurückblicken. Man kann anhand dieser Fakten getrost von Tradition sprechen. Frische Farben und ein elegantes, sportliches Design verleiten zum Hingucken und passen perfekt ins Stadtbild von Monaco und der Corniche. Die unbestreitbare Qualität eines SH 125 ist beinahe legendär und verleiht der adretten Italienerin mit japanischen Eltern - die SH ist «Made in Italy» - ein sehr gutes Image. So wie Italienerinnen wissen, wie sie sich für die Mailänder Scala kleiden, so klassisch kann auch ein Scooter sein: Ausgewogene, reine Formen kommen zum Tragen. Ganz einfach schlichte Eleganz.Im Stadtverkehr ist der wendige leichte Roller zu Hause. Überall findet man Platz zum Parken und zügig ist man vor einer Ampel der Vorderste. Ausserhalb der Stadt schätzt man schnell das neue sportliche Windshield, welches den Fahrtwind so geschickt teilt, dass der Lenker oder die Lenkerin vor dem Wind geschützt bleibt. Der neue, saubere und ruhige Einzylinder-Motor bildet das Kernstück des neuen Scooters und überzeugt durch seinen sparsamen Verbrauch. Die Kraftübertragung auf das Hinterrad erfolgt mittels eines Riemens. Das Getriebe schaltet automatisch und arbeitet dank einer Fliehkraftkupplung. Was der Motor beschleunigt, muss auch wieder abgebremst werden. Das kombinierte Bremssystem tut hier sein Bestes dank optimaler Verteilung der Bremskraft auf Vorder- und Hinterrad. Die gross dimensionierten 16-Zoll-Räder passen hervorragend zu den Federelementen. Der Roller gleitet förmlich über die teils holprigen Pisten der monegassischen Hauptstadt an der Côte d’Azure. Der flinke 125er macht eine gute Figur. Das Fahrwerk ist auch für zwei Personen sicher und komfortabel ausgelegt. Die Dynamik begeistert, zudem würde man den kleinen 125er eher als 250er einstufen, wären da nicht Schwächen auf den steilen Küstenstrassen zu bemängeln, welche allerdings nicht dem Roller, sondern der Tatsache der 1/8-l-Maschine zuzuschreiben sind.Das farblich abgestimmte Topcase ist chic und ein Muss. Es beherbergt einen Integralhelm, Handschuhe und Regenkleidung. Mit einem Handgriff ist der Koffer ausgehängt und kann in der Garage verstaut werden. Alles in allem überzeugt der SH 125 voll und ganz und wird sicher auch unsere Stadtbilder bereichern.

Anzeige