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Bankensterben
Ein Drittel der Schweizer Banken auf Totenbett

Zeno Staub: Der Vontobel-Chef sieht für viele Schweizer Banken Schwarz. (Bild: Keystone)

Vontobel-CEO Zeno Staub erwartet in der Schweiz ein massives Bankensterben. Gegen 100 Institute würden nicht überleben, ist er überzeugt.

Veröffentlicht am 13.09.2013

Vontobel-CEO Zeno Staub erwartet gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Zahl der Schweizer Banken von heute über 300 auf gegen 200 sinken wird. Der Prozess werde durch das Programm zur Lösung des US-Steuerstreits wohl noch beschleunigt werden, wird Staub zitiert.

Einige kleinere Banken würden wohl die Aufgabe ihres Bankenstatus erwägen und reine Vermögensverwalter zu werden um so regulatorische Kosten zu minimieren, so Staub weiter. Andere Institute dürften übernommen werden oder müssten schliessen.

Die Bank Vontobel habe noch nicht entschieden, unter welchem Status sie bei dem Programm teilnehmen werde, wird Staub weiter zitiert. Schweizer Banken müssen sich unter dem Programm entscheiden, ob sie ein «non-prosecution agreement» mit den US-Behörden verbunden mit Strafzahlungen abschliessen wollen (Gruppe 2). Banken, die von sich glauben, nicht gegen US-Recht verstossen zu haben (Gruppe 3), können einen sogenannten «Non-Target letter» vom US-Justizministerium beantragen.

(awp/chb)

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