Ihr Ehemann Gérald Genta war eine Ikone der Uhrenwelt. Wie lernt man eine solche Persönlichkeit kennen?
An einem eigentlich ganz netten Anlass in Monaco. Bis sich dann aber dieser Mann mit seinem Schnurrbart neben mich setzte und mir ohne Vorwarnung erklärte «Mon dieu, qu’elle est moche, votre montre».

Wie bitte?
Das war auch meine Reaktion. Ich trug meine Uhr mit Stolz, doch Gérald führte weiter aus, dass mit den Bandanstössen etwas nicht stimme und das Zifferblatt nicht zentriert sei. Damit er aufhörte, nahm ich meine Uhr ab und steckte sie in die Hosentasche. Vermutlich hätte ich diesen unfreundlichen Mann einfach vergessen, hätte ich nicht kurz darauf diese Hose in die Waschmaschine gesteckt und meine Uhr nach diesem ungeplanten Waschgang in Einzelteilen wiedergefunden.

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