In den letzten Tagen häuften sich die Fragen rund um die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS und entwickelte sich zu einer Medienschlacht, eingeleitet durch das «Wall Street Journal» und weitergeführt in deutschen Medien. Wie grün ist Deutschlands grösser Vermögensverwalter wirklich? Wurde das Bild geschönt?

Die Vorwürfe kommen von der ehemaligen Nachhaltigkeits-Chefin Desirée Fixler. Sie wurde nach sechs Monaten Probezeit entlassen. Nun wirft sie ihrem ehemaligen Arbeitgeber vor, bei der Implementierung der Nachhaltigkeits-Strategie von DWS ein Bild nach aussen zu transportieren, welches so nicht stimme.

Das sagte sie gegenüber dem «Wall Street Journal» vor einigen Tagen. Sie beklagte sich dort auch, dass sie entlassen wurde, weil sich Fixler eben kritisch gezeigt habe. Dabei hätte sie das auch vor der Geschäftsleitung angesprochen. Dokumente und interne E-Mails dazu liegen auch der «Süddeutschen Zeitung» vor.

DWS weist Schuld von sich

Man wolle «Nachhaltigkeit zum Kern des Handelns der DWS machen», wird aber dabei immer wieder betont. Eine Mehrheit der rund 800 Milliarden Euro im Portfolio werde mit Nachhaltigkeitskriterien eingesetzt, heisst es. In den Dokumenten, die aber der Zeitung vorliegen, ist ersichtlich, dass nur ein kleiner Teil der Investments diesen «ESG Standards» entsprechen würde. 

DWS wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen des Greenwashings. Man müsse die Anschuldigen von einer unabhängigen Stelle untersuchen lassen, fordert die Fondstochter der Deutschen Bank

(tdr)