Der ehemalige Chefjurist und Generalbevollmächtigte des Handelskonzern Metro, Hannjörg Hereth, hat bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen die Privatbank Julius Bär und zwei ihrer Mitarbeiter erstattet. Das berichtet der «Spiegel» in seiner aktuellen Ausgabe.

Hereth wirft der Bank «Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung, Veruntreuung» und «Geldwäscherei» vor, heisst es. Die Zürcher Bankiers sollen demnach einem Geschäftspartner Hereths geholfen haben, das Konto des Ex-Metro-Managers um mehrere Millionen Franken zu erleichtern, schreibt der «Spiegel».

«Mehrfach, so Hereths Anwälte in der Strafanzeige, seien hohe Summen überwiesen worden, offenbar ohne dass die dafür notwendigen schriftlichen Zahlungsaufträge vorgelegen hätten», heisst es in dem Bericht. «Die seien, laut Eingangsstempeln der Bank, erst Wochen später nachgereicht worden. Dabei handle es sich mutmaßlich um Fälschungen.»

Dennoch weigere sich die Bank laut Anzeige die «Originale der Zahlungsaufträge zwecks Begutachtung der Unterschriften» herauszugeben, mit dem Argument, sie lägen nur elektronisch vor, schreibt das Magazin weiter. Auch andere Unterlagen hätten die Bankiers Hereths Anwälten zufolge «erst nach etlichem Widerstand» und auch dann «nur teilweise» herausgegeben.

Ein Sprecher der Bank Julius Bär habe die in der Strafanzeige erhobenen Anschuldigungen gegen die Bank und ihre Mitarbeitenden in aller Form zurückgewiesen.

(tno/rcv)