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Ex-Valiant-Chef: Abkassieren fürs Nichtstun

Michael Hobmeier: Nicht eben mit Ruhm bekleckert. Keystone

Der Ex-Chef der Valiant-Bankengruppe ist zwar seit April 2013 nicht mehr im Amt, bezieht jedoch noch immer Lohn. Seine Ära bei der Bank war nicht eben von positiven Schlagzeilen beherrscht.

Veröffentlicht am 31.03.2014

Michael Hobmeier, früherer Chef der Valiant Bankengruppe, ist seit Ende April 2013 nicht mehr im Amt. Er bezieht jedoch noch immer Lohn. Sein Arbeitsvertrag besteht noch bis Ende April 2014. Insgesamt zahlt ihm die Valiant für die Zeit seit seinem Austritt bis zum Ablauf des Vertrages 1,78 Millionen Franken.

Dazu kommt ein zusätzlicher Betrag für die ersten vier Monate des letzten Jahres, während denen Hobmeier noch im Amt war. Dieser Betrag wird im am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht jedoch nicht einzeln ausgewiesen.

«In gegenseitigem Einverständnis»

Hobmeier hatte den Chefposten bei der Valiant im Mai 2010 übernommen. Bald darauf geriet die Bank wegen Marktmanipulationen in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) kam zum Schluss, dass die Valiant durch Eigenhandel den Kurs ihrer Aktien gestützt habe.

Als dann der ehemalige Post-Konzernchef Jürg Bucher das Zepter im Verwaltungsrat vom abtretenden Kurt Streit übernahm, schienen Hobmeiers Tage gezählt, hatte er doch als rechte Hand Streits gegolten. Ende April 2013 trennte sich Valiant «in gegenseitigem Einverständnis» von Hobmeier. An seine Stelle trat Mitte November Markus Gygax. Dieser bezog für seine eineinhalb Monate Amtszeit im vergangenen Jahr insgesamt 116'000 Franken.

(sda/chb)

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