1. Home
  2. Unternehmen
  3. Fiat Chrysler und Renault sollen Allianz planen

Autoindustrie
Fiat Chrysler und Renault planen offenbar Allianz

Das Logo von Fiat.
Fiat Chrysler und Renault: Eine Vereinbarung könnte dazu führen, dass Fiat Chrysler künftig der Allianz von Renault-Nissan-Mitsubishi beitritt.Quelle: Cash.ch

Die Autobauer Fiat Chrysler und Renault wollen offenbar näher zusammenrücken und verhandeln über eine Kooperation.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler peilt nach Informationen eines Insiders eine Zusammenarbeit mit seinem französischen Konkurrenten Renault an. Derzeit führten die beiden Pkw-Hersteller Gespräche über eine Kooperation, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Samstag. Es sei noch zu früh zu sagen, ob die Verhandlungen später in einen formalen Zusammenschluss münden könnten.

Zuvor hatte die «Financial Times» berichtet, dass die beiden Autobauer ihre Kräfte bündeln wollten, um die strukturellen Herausforderungen in der globalen Autoindustrie gemeinsam zu meistern.

Eine Vereinbarung könnte dazu führen, dass Fiat Chrysler künftig der Allianz von Renault-Nissan-Mitsubishi beitritt. Laut Bericht lehnten Renault und Fiat Chrysler einen Kommentar dazu ab. Bei Nissan war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zusammenarbeit unter Autobauer verbessern

Renault-Chef Jean-Dominique Senard hatte zuvor erklärt, dass eine Fusion mit den Partnern Nissan und Mitsubishi derzeit kein Thema sei. Zunächst gehe es darum, die Zusammenarbeit der Autobauer zu verbessern, sagte er dem Radiosender France Inter. Die Debatte über einen Zusammenschluss der Unternehmen habe zuletzt für viel Aufregung gesorgt.

In der Zukunft könnten sie sich darüber in aller Ruhe Gedanken machen, ergänzte Senard. Architekt und Motor der Dreier-Allianz war der frühere Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn, der inzwischen in Japan angeklagt ist. Nissan wirft ihm finanzielle Verfehlungen vor. Nach Ghosns Darstellung war der Streit über eine Fusion Hintergrund der Anschuldigungen. 

(Reuters/bsh)

Anzeige