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Fifa: Ermittlung bei Schweizer Rechtevermarkter

Stürmer Neymar: Firma Kentaro vermarktet die Rechte des brasilianischen Teams.   Keystone

Die Bundesanwaltschaft hat bei den Fifa-Ermittlungen auch einen Vermarkter von Sportrechten im Sarganserland ins Visier genommen, Kentaro. Die Behörde bestätigte den Erhalt von Unterlagen.

Von Christian Bütikofer
am 05.06.2015

Als die Bundesanwaltschaft am Mittwoch vor einer Woche das Hauptquartier der Fifa am Zürich besuchte, war dies nicht die einzige Aktion der Beamten in der Schweiz.

Die «Bild»-Zeitung berichtet, dass am gleichen Tag auch der Sportrechtevermarkter Kentaro AG in Mels/SG ins Visier der Beamten geriet. Die Bundesanwaltschaft bestätigte gegenüber handelszeitung.ch, dass das Unternehmen «sachdienliche Unterlagen» für die Ermittlungen gegen die Fifa zur Verfügung gestellt hat. Dies im Rahmen einer «begleiteten Edition».

Enge Kooperation

So beschreibt es auch Firmenchef Philipp Grothe gegenüber der «Bild». Er sagte der deutschen Boulevardzeitung, man kooperiere eng mit der Bundesanwaltschaft. Kentaro sei eine Auskunftsperson, man sei zu keinem Zeitpunkt in das Vergabeverfahren zur WM-Austragung in Russland oder Katar involviert gewesen.

Kentaro vermarktete unter anderem die Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft. Geführt wird Kentaro vom Hamburger Grothe. Neben Grothe sitzt in der Kentaro auch Alexandre Jonescu, der mit der New African Mining AG auch im Edelstein- und Rohstoffsektor tätig war. Offenbar spezialisierte man sich auf Rohdiamanten in Südafrika.

 

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